Mittwoch, 30. Dezember 2009

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Noch eines aus Österreich:
Weit weit weg






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Auch so geht Akkordeon:
Hubert von Goisern. Hier nicht ganz so harmonisch.
Dagegen: Da Juchitzer.
(Nicht nur) Jodeln der etwas anderen Art.







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(Grafik) Ein Link auf Accordions Worldwide via.
In Erinnerung an meinem Vater, von dem ich in den letzten Jahren, so viele Jahre nach seinem Tod, immer mehr verstehe.







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Samstag, 26. Dezember 2009

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Soll ich die im Spiegel zitierte Aussage des Kölner Verfassungs-schutzes, dass die Ideen mittelständischer Unternehmer gerade von Russland und China gestohlen werden, so interpretieren, dass Organisationen wie Scientology mit paramilitärisch arbeitendem Geheimdienst und Steuer-Freiheit dank der Clinton-Adminis-tration nicht (mehr) zur Zielgruppe des Verfasssungsschutzes gehören?
Nun, um welche Liga es sich handelt, interessiert mich persönlich eher weniger. Mich interessieren einzelne. Mich interessieren Mittel und Methoden in der real existierenden Bundesrepublik Deutschland. Warum nun die Nase das Näschen rümpfte beim Erwähnen von Schmidt-Eenboom, der Meinungsmache undercover schrieb, warum man versucht, solch ein Netz zu spannen über mich als Co-Autorin von "Generation Blogger", der Holden mit Blick für große gelungene Auftritte in Gelb-Grün und andere Trends, mit denen sich offenbar gut Geld machen lässt aufgrund der Fähigkeit, ins kollektive Bewusstsein zu greifen, ist da schon längst keine Frage mehr. Mich interessiert die Zahlung von Honoror und Schmerzensgeld. Mich interessiert eher nicht der sadistische und etwas verbittert aussehende Zug um manche Mundwinkel: "Na, von wem willst denn fordern? Bisschen paranoid?" Nein, da lasse ich doch lieber andere ins Spiel, die sich alleine schon aus eigenem Interesse sehr professionell kümmern können.





Ich bin nämlich nicht zuständig für die psychischen Probleme anderer Menschen, die mit hier beschriebe-nen Mitteln und Methoden gegen mich arbeiten, denn diese Energie muß ich zurückspiegeln. Was nicht nur eine alte Hexenkunst ist, die man spätestens versteht auf dem Weg zur Brücke zwischen den Welten.








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"Seit Oktober dieses Jahres dürfen das Lehrpersonal und die rund 500.000 Mädchen der Al-Azhar-Universität und der ihr ange-schlossenen Bildungsinstitutionen in Kairo keinen Nikab mehr tragen. Das Verbot des Gesichtsschleiers, der nur einen Sehschlitz frei lässt, initiierte kein geringerer als Mohammed Sayed al-Tantawi, Groß-scheich der Kairoer Universität und Imam der Al-Azhar-Moschee. Er hatte den Nikab als religiös nicht zulässig erklärt. "Das ist eine Tradition und hat mit Religion nichts zu tun". Ein Urteil, das in Zukunft auch in der europäischen Debatte um das Recht der muslimischen Frau auf Verschleierung eine wichtige Rolle spielen kann. Alle Gegner der Verhüllung des weiblichen Gesichts können sich nun auf einen der höchsten Rechtsgelehrten des sunnitischen Islam berufen.





... In den Koranausgaben aus Saudi-Arabien, das im letzten Jahrzehnt eine Missionierungskampagne mit Moscheen in aller Welt führte, ist aber alles anders, sagen Sie.




Asra Nomani: Ja und das macht mich als Muslimin sehr betroffen. Die Regierung von Saudi-Arabien konnte nahezu unkontrolliert eine rigide Form des Islam international propagieren. Als Land der Heiligen Stätten des Islams produziert es Koran-Übersetzungen und verteilen sie zum einen an die Millionen von Pilgern, die zur Wallfahrt nach Mekka kommen. Ein anderer Weg ist über die Moscheen, die in aller Welt gegründet wurden. Die Übersetzungen sind sexistisch und intolerant. Ich bekomme immer wieder Korane, in denen steht, ich soll mich mit keinem Juden oder Christen anfreunden, mein Gesicht bedecken, ausgenommen ein Auge, das sichtbar bleiben kann.




Saudi-Arabien ist also für die Popularität eines extremen Islam verantwortlich. Ein lukratives Geschäft könnte man beinahe sagen, denkt man an den Krieg gegen den Terror und die gestiegenen Ölpreise, die Saudi-Arabien wie noch nie zuvor Geld verdienen ließ."








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Freitag, 25. Dezember 2009

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Der Schleier ist nun besonders dünn, und wer sich in die Stille begibt, wird den eigenen inneren Weg finden, wird vielleicht auch wandern zwischen den Welten. Manche lassen sich in dieser Zeit von Räucherungen inspirieren. Es ist die Zeit der Rauhnächte, die bis zum 6. Januar dauern. Das Wilde Heer tobt durch die Luft und Frau Holle geht um. Diese Göttin hat viele Namen: Holda, im Alpenraum Percht, Berchta, Berta, im nordeuropäischen Sprachraum Hulda. Perchten, die "Leuch-tenden" gehören zum Heidentum. Der Perchtenlauf ist ein bis heute ausgeübter Brauch aus vorchristlicher Zeit in Südbayern und in den angrenzenden Gebieten Kärnten, Steiermark, Salzburg, Tirol, Ober- und Niederösterreich. Ruprecht ist übrigens auch nur eine Percht. Warum die Perchten mit Peitschen aus Tier-schwänzen manchmal auf Hüften und Schenkel der Umstehenden schlagen?
Es sind schrecklich wild aussehende Gestalten, doch das Wort Percht leitet sich von mittelhochdeutsch perahtun, die "Licht-bringerin"" ab. Die so grausig erscheinende Gestalt ist eine lichtbringende Göttin. Sie bringt Licht ins Dunkel.




Im Mondseer Glossar um 1000 n.Chr. heißt der Dreikönigstag "zi der Perahtun naht" oder "giperatha naht", die "Nacht der Leuchtenden" (Fußnote). Die Percht als Personifikation der Perahtun bzw. "Perchtennacht".
"Die Nacht auf Dreikönige (heute 6. Januar) wird schon um das Jahr 1000 als perabtun naht, die leuchtende Nacht beschrieben. Das Wort geht zurück auf das althochdeutsche perahta, leuchtend. Daraus entwickelte sich die Perchtennacht, das heisst die Nacht der Frau Percht". (Fußnote)





Teilweise zitiert aus: Wolfgang Bauer, Sergius Golowin, Christian Rätsch, Clemens Zerling, Das Lexikon des Dunklen. Mythen - Kunst - Musik. Von der Antike über die Romantik bis zur Gothic-Kultur







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"Wer sich selbst völlig erfasst hat,
verzweifelt völlig an sich selbst ...
Wer an sich selbst verzweifelt,
beginnt den zu erkennen, welcher ist."



Philo von Alexandria








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Donnerstag, 24. Dezember 2009

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Frohe Weihnachten!









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Aroma
Der Duft der Weihnacht


Anmerkung:
Die Naturwissenschaft als Erklärungsmodell ist eine Möglichkeit. Andere kommen aus den Bereichen Psychologie, Philosophie und Spiritualität. Welche auch körperliche, biochemische Prozesse auslösen können.







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Montag, 21. Dezember 2009

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Myth*ing Links:
Yuletide Around The World









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Join together beneath the mistletoe.
By the holy oak whereon it grows.
Seven Druids dance in seven time.
Sing the song the bells call, loudly chiming.
Ring out these bells.
Ring out, ring Solstice bells.
Ring Solstice bells.
– Ian Anderson, Jethro Tull ©1977

via








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Mittwinter
Julfest




Der Herbst bringt das Dunkel. Er endet mit dem kürzesten Tag des Jahres. Der Winter beginnt mit der längsten Nacht des Jahres und führt aus dem Dunkel zurück zum Licht. Er endet, wenn Tag und Nacht gleich lang sind, am Frühlingsäquinoktium, der Frühlingstag-Tagundnachgleiche. "Alljährlich zur Wintersonnenwende vollzieht sich gleichsam eine Neugeburt der Zeit, begleitet von einer Verjüngung und Erneuerung des gesamten Kosmos: Die Welt taumelt in die Zeit des Uranfans zurück; das Chaos kehrt wieder" (Giani 1994:40). Daher findet das 'Lichtfest' im Dunkeln statt, denn das Dunkle birgt den Keim des Lichts in sich und umgekehrt - eine symbolische europäische Entsprechung der Vereinigung von Yin und Yang.




Zu Mittwinter bricht der Schnee herein. Die Tage werden wieder länger, und der Schnee reflektiert und verstärkt das Licht. Mittwinter bringt die Erneuerung des Lebens und birgt die Hoffnung auf neue grüne Lebenskraft; auf die Hoffnung der viridatis, der grünenden Kraft. Diesen kosmologischen Tatbestand bezogen schon die Römer auf das Blütenwunder: "Am Tag der Wintersonnenwende selbst blüht der unter dem Dach zum Trocknen aufgehängte Polei (herba polei), und mit Luft gefüllte Blasen platzen" (Plinius II, 108). Dies erhellt die bedeutsame Rolle immergrüner Pflanzen zur Zeit der Wintersonnenwende, den rituellen Einsatz von Feuer und Kerzen wie auch die mysteriöse Bezeichnung "Mutternacht". Die dunkelste Nacht des Jahres wurde einst Mutternacht genannt, denn nun wird der Sonnengott, der Geliebte der Göttin, tief im Schoß der Erde neu geboren. Mit ihm wird das Lebenslicht erneuert. Es ist eine Zeit der Stille, der Besinnung. Der im Sternenglanz erstrahlende kosmische Baum (der Schamanenbaum, die Himmelsleiter), unter dem das Lichtkind geboren wird, offenbart sich der inneren Schau. Tannengrün schmückt die Räume. Es wird mit Beifuß, Wacholder und anderen duftenden, reinigenden Kräutern geräuchert (Storl, 1996a: 73f). "In dieser Zeit gebiert die Göttin tief in der finsteren Erde in der stillsten aller Stunden das wiedergeborene Sonnenkind. Die Menschen nehmen das Wunder dieser geweihten Nächte in ihrer Meditation wahr, zünden Lichter an, lassen einen Eichen- oder Birkenklotz, den Julbock, schwelen und hängen den Wintermaien - den ursprünglichen Weihnachtsbaum - auf. Bei den britischen Kelten wurde das Haus vor allem mit Stechpalme, Mistel und Efeu geschmückt, auf dem Festland benutzte man Tannen- und Fichtengrün. Die Asche des Julfeuers galt als heilkräftig und wurde auf Felder gestreut, um diesen Fruchtbarkeit zu bringen. (Storl 2000b: 150).






Weihnachtsräucherung für die Sonnenwende



Olibanum Erithreia
Opoponax (süße Myrrhe)
Mastix
Stechwacholder (Juniperus oxycedrus)
Wacholderbeeren
Kardamon






Aus:
Christian Rätsch und Claudia Müller-Ebeling, Weihnachtsbaum und Blütenwunder. Geheimnis, Herkunft und Gebrauch traditioneller Weihnachtspflanzen. Rezepte - Rituale - Räucherungen.








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Happy Yule!
Ein frohes Julfest!










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When the wheel begins to turn -
Let the Beltane fires burn.
When the Wheel has turned a Yule,
light the log and let Pan rule.



Das Rad des Jahres dreht sich weiter,
Zu Beltane brennt das Feuer heiter.
Wenn's in der Julnacht schneit und friert,
Zünd an den Scheit, denn Pan regiert.





Aus:
Badewannenmeditationen.
Die Weisheit der Hexen.
Rituale und Beschwörungen für ein glückliches Leben







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The Goddess and the Green Man:
Yule/Winter Solstice December 21st







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(Foto) Weihnachtsstern. Andere Namen sind Adventsstern, Christstern, Feuerblume, Hirtenrose, Liebesstern. "Besonders auffällig sind beim Weihnachtsstern die roten Hochblätter, die wie Scheinblüten an den Stengeln leuchten. Dieses "Blütenwunder" geschieht zur Weihnachtszeit." Das Wolfsmilchgewächs wurde 1828 von Dr. Poinsett in Mexiko entdeckt. Sein Bericht und seine Übersetzung des mexikanischen Namens als "Blume der Heiligen Nacht" machten den tropischen Zierstrauch in Europa und Nordamerika bekannt. Viele Indianer in Chiapas benutzen die "chilipfefferroten" Blättersterne als Opfer- und Weihegaben für ihre alten heidnischen Götter oder volkskatholischen Heiligen. Lalapute, "roter Blätterstern-Weihrauch" oder "Lal dhudhiya", "roter Räucherstoff", heißt die aus Blüten, Früchten und den roten Scheinblüten bestehende Rohdroge des Weihnachtssterns auf Nepali. Kali liebt diese Blume am meisten. Lalupate ist nach dem roten Rhododendron ihre bedeutendste Opferblume. Europäern erscheint Kali als indische Schwester der ursprünglich aus Kleinasien stammenden griechischen Zaubergöttin Hekate. Die ganze Pflanze enthält einen ätzenden Milchsaft. Im Florentiner Codex, einer aztekischen Quelle aus dem 16. Jahrhundert, heißt es, man könne diese Pflanze bei Frauen mit geringem Milchfluß anwenden. Der Milchsaft gilt medizinisch als Galaktogen, das heißt als Mittel, das die Milchproduktion fördert. Christliche Missionare bezogen diesen volksmedizinischen Gebrauch auf die nährende Muttergottes und sorgten bei der indigenen Bevölkerung nachhaltig für eine entsprechende Verehrung der Pflanze im Namen Christi Geburt.




Text frei zitiert nach: Christian Rätsch und Claudia Müller-Ebeling, Weihnachtsbaum und Blütenwunder. Geheimnis, Herkunft und Gebrauch traditioneller Weihnachtspflanzen. Rezepte - Rituale - Räucherungen.







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Die astronomische Winter-sonnenwende wird dieses Jahr stattfinden am 21. Dezember 2009 um 18:47 MEZ. Passend zur Kälte als Vorschlag ein Julfest-Kuchen in Form eines Holzscheits.







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Frau Holle und der Kinderzug



Es war einmal eine junge Frau, der starb ihr Kind ungetauft und so wurde es nicht auf dem geweihten Friedhof beigesetzt. Und der Schmerz der Frau darüber war beinahe so groß wie über den Verlust des Kindes.


Nun wohnte am Ende des Dorfes eine weise Frau, viele hielten sie auch für eine Hexe. Man sprach, daß sie viel mehr wissen würde von dem, was zwischen Himmel und Erde vorgeht, als die normalen Sterblichen.
Nun kam kurz vor Weihnachten, die junge Frau zu der Alten und klagte ihr Leid.
Die Alte aber sagte: "Du brauchst darüber nicht traurig zu sein. Ich gebe dir jetzt einen Rat, und das wird dir zum Trost gelangen. Am Frau Holle Abend, warte am Kreuzweg. Das wird dir Trost bringen."



Am Frau Holle Abend ging nun die junge Frau zum Kreuzweg und wartete dort unter dem Holunderbaum. Es wurde neun Uhr, es wurde zehn Uhr, und sie hörte vom Dorf elf schlagen. Kaum hatte die Glocke ausgeschlagen, da hörte die Frau ein Singen. Sie sah einen Zug Kinder, und vor ihnen schritt eine hohe, schöne Frau.
Wie sie näher kamen, da sah die junge Frau, daß sie gerade ihr kleines Töchterchen an der Hand hatte. Und Frau Holle wandte sich zu ihr und sprach:
"Du mußt nicht traurig sein. Siehe, jedes Jahr an meinem Abend hole ich alle Kinder, die ungetauft verstorben sind und bringe sie in meinen Garten. Sie werden es dort schöner haben, als sie es je auf Erden gehabt hätten."
Und dann winkten sie ihr noch einmal zu und verschwanden. Seit diesem Abend war nun die junge Frau getröstet.





Aus:
Sigrid Früh, Rauhnächte - Märchen, Brauchtum, Aberglaube







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"Um Frau Holles Gestalt rankt sich ein besonders reicher Mythenschatz, durch den sie als Große Göttin in den drei Aspekten der Jungfrau, der Liebesgöttin und der weisen Alten erkennbar ist. Die Zeit der Weihenächte (oder „Mutter-nächte“) vom 25. Dezember bis zum 6. Januar wurde einst als die heiligste Zeit des Jahres gefeiert. In diesen Tagen musste alle Arbeit ruhen. Holla oder Percht, wie die Göttin im alpenländischen Raum genannt wurde, stellte als Gabenbringerin die schenkende Erde dar, der die Menschen alle Gaben für das Überleben im Winter verdankten. Die Menschen sahen sie auch als Wiederbringerin des Lebens, die mit den Seelen der Toten über das Land zog. Vor den zwölf Nächten lag der „Berchtentag“ oder „Holletag“ mit seiner heiligen Nacht am 24. Dezember. Mit einem großen Fest wurde an diesem Tag das Mysterium der Wiedergeburt und die Wiederkehr des Lichts zur Winter-Sonnenwende gefeiert.





Auch damals bereiteten sich die Menschen auf diese Zeit vor, die Frauen brauten Bier und stellten Gebäck mit dem Abbild oder mit Symbolen der Göttin her. Brot und Bier galten als Gaben der Göttin, deren Herstellung eine ehrenvolle Aufgabe der Frauen und sakrale Handlung war. Im Volksglauben fuhr Frau Holle auf ihrem Wagen, der von vier weißen Hirschen gezogen wurde, durch die nächtlichen Dörfer. Sie warf ihre Geschenke durch den Schornstein in den offenen Kamin oder die Kinder stellten ihre Schuhe vors Fenster und hofften, dass die Göttin im weißen Kleid und mit der hohen Haube auch bei ihnen vorbeifahren und sie beschenken würde. Mit der Rute wurde nicht gestraft oder geschlagen wie heute. Es war die „Lebensrute“, die aus immergrünen Gewächsen gemacht, in ganz Mitteleuropa bekannt war. Mit ihr wurde gesegnet und sie galt als Symbol für Glück. Die Sitte der Weihnachtsbäckerei dauert bis heute fort, auch Kekse in Form von Sternen und Monden – früher ein Hinweis auf das kosmische Wirken der Göttin - sind noch üblich. In England ist der Hirschwagen oder -schlitten von „Santa Claus“ übernommen worden.





Auch das Ende der heiligen Zeit, der 6. Januar, wurde mit einem großen Fest gefeiert. Das magische Jahr hatte sich vollendet, auf der Erde zog die Göttin in Gestalt dreier Frauen in weißen, roten und schwarzen Gewändern mit dem wiedergeborenen Licht von Haus zu Haus und brachte ihren Segen. Auch dieses Fest wurde christlich vereinnahmt als „Dreikönigstag“, an welchem die Heiligen Drei Könige dem Stern von Bethlehem folgend umherzogen. Ihre Initialen „C+B+M“ für die Namen Caspar, Balthasar und Melchior, die mit Kreide an die Haustüren geschrieben werden, standen ursprünglich für „Catharina, Barbara und Margaretha“ die „Heiligen drei Madl“; die in manchen Kirchen noch zu sehen sind. Diese christliche Frauentrinität geht zurück auf die „drei Matronen“ und die „drei Bethen“: Ambeth, Wilbeth und Borbeth, die ebenfalls auf die Große Göttin in ihren drei Aspekten hinweisen.






Aus:
Mathilde - Frauenzeitung für Darmstadt und Region







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Freitag, 18. Dezember 2009

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Celtic Queen
Etsy








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Vesta war der römische Name der griechischen Göttin Hestia, "der ersten von allen Gottheiten, zu der man beten muß". Mit ihrem Namen begannen und endeten alle Gebete und Opferrituale, sagte Cicero, denn sie ist "die Hüterin der innersten Dinge". (Fußnote) Pythagoras zufolge war das Feuer ihres Herdes oder Altares das Zentrum der Erde. (Fußnote) Deshalb war der Altar der Vesta in Rom, der von den jungfräulichen Vestalinnen gehütet wurde, auch ein Symbol des Erdmittelpunkts. Ein ähnlicher Altar war in Griechenland das Prytaneum ("öffentlicher Herd"), der ebenfalls von der Göttin verwaltet wurde, die "von allen Gottheiten am meisten verehrt" wurde. (Fußnote)




Vesta oder Hestia war aus dem matriarchalen Zeitalter erhalten geblieben, in dem der Herd der Clanmutter der erste Feueraltar gewesen war. Ihre hausfraulichen Funktionen bestanden darin, das Feuer zu hüten, die Nahrung zu bereiten und das heilige Zentrum des Clanlebens zu gestalten, und sie galten als die heiligsten von allen menschlichen Tätigkeiten. In scharfem Kontrast dazu steht die moderne Hausfrauenarbeit, die in den meisten Fällen einfach nur als Nicht-Arbeit gilt, die keiner Bezahlung würdig ist. Sie wird nicht als ehrwürdig sakral, sondern als profan betrachtet.






Das Zeichen für Vestia (oder Hestia) war ein Altartisch, auf dem Zwillingsflammen wie Schlangen zum Himmel aufzüngeln. Die Form des Altars entspricht dem griechischen Buchstaben pi, der in der Zahlenmagie der Pythagoreer überaus wichtig ist, wie jedes moderne Schulkind weiß. Die jungfräulichen Vestalinnen waren die heiligsten Frauen von Rom, weil sie mit dem ewigen Feuer zu tun hatten, das im Herzen des Imperiums brannte. Vestas Altarflammen durften niemals ausgehen, denn dies hätte das Ende des Imperiums bedeutet. Die Priesterinnen waren zunächst virgines im alten Sinne; das heißt, sie waren nicht notwendigerweise keusch, sondern lebten unabbhängig von einem Mann. Später wurden sie zu nonnenhafter Keuschheit gezwungen und waren nur mit dem Geist von Rom "verheiratet" (der wahrscheinlich die Form des phallischen Palladiums besaß) - wie auch christliche Nonnen später mit Christus "verheiratet" wurden. Der Beiname eine Vestalin lautete Amata ("Geliebte"). (Fußnote)




Im 4. Jahrhundert n. Chr. löschten die Christen das vestalische Feuer und entzogen den Jungfrauen ihre politischen und religiösen Privilegien. Dies führte bei gebildeten römischen Heiden, die noch immer dem alten Glauben anhingen, zu großer Empörung. Die Jungfrauen waren höchst sakrale Wesen - obwohl das patriarchale Rom ihren ursprünglichen Charakter vergessen (oder absichtlich verdunkelt) hatte:
Sie waren orgiastische Priesterinnen und jungfräuliche Mütter, die bei Sommersonnwendfeiern vor dem 6. Jahrhundert v. Chr. von den Göttern geschwängert wurden. (Fußnote) Sobald die christliche Kirche genügend politische Macht hatte, ließ sie die Göttin Vesta und ihre heiligen Priesterinnen verschwinden. "Ihre christlichen Feinde fürchteten sie als geheimnisvolle und magische Frauen: Sie verstanden sie nicht und wollten sie auch nicht verstehen; sie wollten sie nur vernichtet wissen. (Fußnote)






Aus:
Barbara G. Walker, Die geheimen Symbole der Frauen. Lexikon der weiblichen Spiritualität







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"Meine Tante Anasuya, die eines meiner wichtigsten Vorbilder ist, hat die herkömmlich definierten Leistungen der Berufswelt auf später verschoben und sich darauf konzentriert, Kinder aufzuziehen. Jetzt sind ihre Kinder erwachsen. Nun konnte sie gleich für mehrere Monate nach Tibet reisen, um dort ihren Traum zu verwirklichen und endlich Ärztin für tibetische Medizin zu werden. Feminismus hat ihr ganz sicher den Weg dafür bereitet, ein Leben der Wahl-möglichkeiten zu führen und jetzt dieses ungewöhnliche Ziel anzustreben.



Ich wüsste jedoch nicht, dass Feminismus ihr ausdrücklich Raum dafür gegeben hat, das zu würdigen, was ich an ihr am meisten bewundere: ihre offene Tür. Sie nimmt immer wieder Studenten auf, die eine Unterkunft brauchen, oder gewährt alleinerziehenden Müttern Zuflucht, die wirtschaftlich in Not sind, oder stellt einfach noch einen Teller mehr für Teenager auf den Tisch, deren Eltern gerade mit ihren eigenen Problemen kämpfen. Mit der Art und Weise, wie sie das Leben anderer erweitert, ist ihr Leben für mich eine der erfolgreichsten „Karrieren“, die ich kenne – und sie führt dieses Leben, während sie Ruhe, Gelassenheit und Frieden ausstrahlt."







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Christel Göttert Verlag:
Virginia ist eine Zeitschrift für Frauenbuchkritik (gegründet 1986).







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Loreena McKennitt
A Mediterranian Odyssey









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Jedes Schulmädchen muß erfahren, dass schon die Pythagoreerinnen gute Mathematikerinnen waren oder Sokrates seine politische Redekunst von Aspasia lernte.



Elfriede Walesca Tielsch (1910 - 1993)
In: Marit Rullmann, Sophias Weisheiten
Christel Göttert Verlag








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Donnerstag, 17. Dezember 2009

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The Mermaid
Sirenophilia -
Mermaids on the Web









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Alfatex in den Köln-Arkaden hat Walkloden in verschiedenen Farben, 100 Prozent reine Wolle, ab 19 Euro. Mir gefallen die Farben Brombeere und Aubergine. Bei den Schnittmustern suche ich auch unter: Fantasy, Gothic, Science Fiction, Larp. Zum Beispiel bei Kostümkram.







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Nicht jede BesucherIn weiß Handwerk zu würdigen: "Wer trägt denn so was?" im Vorbeigehen am Stand der Kunst-handwerkerin, die in schönen Farben und Symbolen Schals mit Mütze in einem Stück arbeitet. Wer die Vielfalt und feines Handwerk sehen möchte, dessen Auge wird auf den "Frauen-welten" genährt. Auf dem Antikmarkt am 3. Januar sind auch einige Hand-werkerinnen und Händlerinnen von heute wieder da.









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Halkyonische Tage. Die sieben ruhigen Tage vor der Winter-sonnenwende. Eine Zeit der Gelassenheit und der Stille.



"Alkyone (griechisch: Ἁλκυόνη; Tochter der Enarete und Aiolos oder des gleichnamen Windgottes Aiolos) ist eine Gestalt aus der griechischen Mythologie. Nach Ovid war Alkyone ihrem Gatten Keyx (lat. Ceyx), Sohn des Hesperos, in innigster Liebe verbunden. Eines Tages sah sich Keyx gezwungen seine Gemahlin zu verlassen, um das Orakel in Klaros aufzusuchen. Alkyone warnte ihren Mann, da sie – als Tochter des Windgottes Aeolus – die Winde und vor allem deren Unberechenbarkeit kannte. Die Umstände, die Keyx bewogen, nach Klaros zu segeln, waren jedoch von solcher Bedeutung, dass er sich nicht von seinem Vorhaben abbringen ließ.
Wie befürchtet kam der Sturm und das Schiff versank inmitten des Mittelmeeres. Keyx war glücklich, wusste er doch seine Frau in Sicherheit. Als seine Kräfte ihn verließen, seufzte er ein letztes Mal ihren Namen bevor er ertrank.
Alkyone wartete auf ihren Mann und betete zu den Göttern. Die Götter waren von den Gebeten gerührt, waren sie ja für einen bereits Verstorbenen. Der Traumgott Morpheus wurde beauftragt, Alkyone die Nachricht vom Tod ihres Mannes zu überbringen. Also legte er sich in der Gestalt Keyx' neben die schlafende Alkyone und flüsterte ihr zu, dass er bereits tot sei. Alkyone wollte nun nicht mehr weiterleben. Am nächsten Morgen ging sie hinunter zum Strand und sah den toten Körper ihres Mannes ans Ufer treiben. Entschlossen, sich das Leben zu nehmen, stürzte sie sich von den Klippen um sich im Meer zu ertränken. Doch statt im Meer zu versinken, flog sie in Richtung ihres toten Mannes: Die Götter waren gnädig und hatten sie in einen Vogel Halcyon (eine Unterart der Eisvögel) verwandelt. Als sie sich auf den toten Körper ihres Mannes warf, stellte sie fest, dass auch er zu einem Vogel geworden war.
Da sie Tochter des Aiolos war, gewährte dieser zur Brutzeit der Halcyonen, im Dezember, eine siebentägige Windstille, damit sie so in der Lage seien, ihr Nest zu bauen."




"Alkyone ist ein blauer Stern, der hellste Stern der Plejaden. Die Plejaden sind das berühmte Siebengestirn. Den Namen trägt der offene Sternhaufen, obwohl man mindestens 9 der über 200 ihm angehörigen Sterne bereits mit bloßem Auge sehen kann. Die Sterne sind alle gleichzeitig entstanden aus dem Nebel, der sie immer noch umgibt."








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Freitag, 11. Dezember 2009

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The Lilith Institut:
Talking to Goddess
(Literature)











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edition amalia:
Mythologisch Reisen







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Cambra Skade - Shamal
Rückblick








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Medusa Coils: "A special blog, Women at the Parliament has been set up to report on "Honoring the Sacred Feminine at the Parliament of World's Religions." The Parliament is taking place now in Melbourne, Australia. It meets every 5 years in a different country and attempts to be inclusive of all world religions. Nevertheless, it took a lot of effort to have the "Sacred Feminine" and Goddess included. Our thanks goes out to the Women's Spirit Council for their perseverance in making sure this was done."







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Religiöse Rechte" im toten Winkel
Ein Blog-Beitrag von Martin Marheinecke




Zitat: "Eine Struktur, die zwar nicht "religiös rechts" ist, aber sehr zum gedeihen religiös-konservativer Seilschaften beiträgt, ist die veröffentlichte Meinung. Ich halte es auch nicht für einen Zufall, dass im hessischen Landtagswahlkampf im Januar 2009 der Linke-Kandidat Günter Biernoth in der Presse in die "Spinner-Ecke" gestellt wurde:
Auch ein Hexenmagier kandidiert (FR)
Üble Nachreden und Hexenkult: Linke in Hessen zerlegt sich (Bild.de)
Austritte erschüttern Hessens Linke (SpOn) unter: "Kuriose Leute arbeiten für die Fraktion"
Verraten und verkauft - Streit und Austritte bei der Linksparte (sueddeutsche.de)
Heidnischer 'Priester' will für 'Linke' in den hessischen Landtag (kath.net)
Nachtrag: Besonders hämisch äußerte sich eine Anti-"Linke" "Initiative" im hessischen Wahlkampf: DIE LINKE - Mit "schwarzer Magie" in den Landtag? Günter Biernoth ist schon seit Jahrzehnten politisch engagiert, bei der SPD, den "Grünen" und schließlich bei der "Linken", und war lange Zeit aktiver Gewerkschaftler. Er ist allerdings auch Wicca und betreibt einen kleinen Hexenladen - vom Sortiment her in etwa mit einem Esoterik-Laden der soliden Sorte vergleichbar.







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Mit Hilfe von Kunst und Literatur Licht in das Dunkel bringen?
November 2009: Wolfgang Schorlau - Das München-Komplett


Recherche der Badischen Zeitung
Mögliche Stichwörter:
Gladio, Inszenierter Terror und Verdeckte Kriegsführung, Gelenkter Terrorismus, Terrorismus unter falscher Flagge






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"Man musste Zivilisten angreifen, Männer, Frauen, Kinder,
unschuldige Menschen, unbekannte Menschen, die weit weg
vom politischen Spiel waren. Der Grund dafür war einfach.
Die Anschläge sollten das italienische Volk dazu bringen,
den Staat um größere Sicherheit zu bitten ... Diese politische
Logik liegt all den Massakern und Terroranschlägen zu Grunde, welche ohne richterliches Urteil bleiben, weil der Staat sich ja
nicht selber verurteilen kann."






Vincenzo Vinciguerra, 1990 wegen Mordes an drei Karabinieri verurteilter Rechtsextremist und Mitglied der NATO-
Geheimstruktur Gladio in: Jürgen Elsässer, Terror-
ziel Europa, Das gefährliche Doppelspiel der Geheimdienste







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"Wir haben hier in Deutschland in den letzten Jahren ein ganz großes Interesse an einem breiten Komplex, den man ganz allgemein als Naturreligion bezeichnet. Die Begriffe Natur und Religion klären eigentlich, was damit gemeint ist, Natur bedeutet,daß wir uns mit den Lebenskräften zurück verbinden und Religion könnte man den alten lateinischen Begriff nehmen, relegere, dh von etwas Zeugnis ablegen oder von religari, sich mit der Gottheit oder den Lebenskräften zu verbinden. Wenn wir von Gottheit sprechen, dann meinen wir nicht die christliche Vorstellung von einem Gott, der über allem steht, der getrennt von der Schöpfung ist, sondern wir meinen die Lebenskräfte mit alle ihren Ausdrücken in der Natur. Und für uns bedeutet NatRel. die Rückverbindung mit den Dingen, die für uns lebensnotwendig sind, dh die Gefüge, die großen Zyklen und Kreisläufe der Natur zu erkennen, und es bedeutet für uns auch uns ganz bewußt uns damit wieder zu verbinden, denn das ist eine der wichtigsten Sachen für unser Überleben auch."




In letzter Zeit sind heidnische Kulte in Deutschland ins Gerede gekommen. Spätestens seit im vergangenen März der Rechtsradikale Thomas L. festgenommen wurde, der fünf Morde gestanden hat und sich dabei auf den Germanengott Odin berief, ist die Verbindung zwischen neuheidnischer und rechtsradikaler Szene offensichtlich geworden. In der Tat kaschieren viele rechtsextreme Gruppen ihre rassistische und neonazistische Ideologie mit einem neuheidnisch-religösen Mantel, zum Beispiel die Hamburger Artgemeinschaft oder der Armanenorden, der sich durch die Berliner Arbeitsgemeinschaft Naturreligiöser Stammesverbände Europas, kurz ANSE, ein öffentliches Sprachrohr geschaffen hat. Ein schlechtes Image, gegen das sich Volkert Volkmann zur Wehr setzt:




"Nur weil sich jemand auf seine eigene Kultur bezieht oder beruft, ist es noch lange kein Nazi oder ein faschistoid denkender Mensch. ... Die wenigsten Leute, die heute sich als Heiden bezeichnen, sind tatsächlich Faschisten. Die wenigsten, die Runen benutzen, haben irgendwas mit Nationalsozialismus oder auch mit irgendwelchen Ideen in dieser Richtung zu tun. Und ich denke, das muß man auch mal sehen."







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Auf dem Weg in die Zukunft
Forum für Philosophie und Politik
Auf dem Weg in die Zukunft






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Internationaler Godddess-Kongress 2010
Spiritualität und Politik
Hambacher Schloss vom 28. – 30. Mai 2010
Große Mutter - Göttin - Ahnin - Großmutter
The living Goddess - Die politische Dimension weiblicher Spiritualität




„Ihr nennt mich mit tausend Namen
und sprecht doch nur euch selber aus“





Eine Veranstaltung der ALMA MATER
Feministisch - matriarchale Akademie für Kultur - Ethik - Religion - Spiritualität







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Cyclops (British, b. 1975)
Hallelujah
2007






The Sacred Feminine: Prehistory to Postmodernity
August 29 - December 24, 2009
Museum of Art and Archeology, University of Missouri, Columbia MO



This exhibition examines the role of women in religion as reflected in 6,000 years of the visual record and will thematically address various aspects of women and spirituality. The exhibition spans both both East and West, from the pagan cultures of the ancient Mediterranean through early and later Christianity, in addition to parallels in African, Asian and Pre-Columbian religions.




via Medusa Coil







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Montag, 7. Dezember 2009

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Am 17. Dezember 2009 feiert
"INDIA - A journey to the land of mystery and wonders"
Weltpremiere in Frankfurt am Main.








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Frauenmuseum Bonn:
Astronominnen - Frauen, die nach den Sternen greifen
Vernissage am 13.12.2009 um 16 Uhr




Grußworte von Frau Oberbürgermeisterin Angelica Maria Kappel sowie Helen Walker, STFC Rutherford Appleton Laboratory, Vorsitzende des Programms “She-is-an-astronomer” des Internationalen Jahrs der Astronomie und den Kuratorinnen. Lichtaktion der Bonner Astronomin Dr. Nadya Ben Bekhti. (Siehe)








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Sonntag, 6. Dezember 2009

Freitag, 4. Dezember 2009

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Beim Tiroler
eine Speckknödelsuppe für 3,90 Euro
gegessen auf dem Weihnachtsmarkt Am Kölner Dom.









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Donnerstag, 3. Dezember 2009

Sonntag, 29. November 2009

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"Dein Stern wird erbleichen und du wirst durch Feuer
untergehen!"








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Myth*ing Links
Wars, Weapons and Lies:
The Dehumanizing Impulse








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Mittwoch, 25. November 2009

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Für viele von uns ist Weihnachten, das Weihnachts-fest mit unangenehmen, ja schrecklichen Erinnerungen verbunden. So viel wird erwartet. Und so wenig kann die Sehnsucht erfüllt werden. Weihnachtsmärkte waren und sind der Ort, an dem diese Sehnsucht durch Konsum befriedigt werden soll. Ein Blickwinkel. Doch es gibt andere. Mein Blickwinkel hat sich verändert in den letzten Jahren. Ich sehe mit anderen Augen. Ich sehe die Markt-stände, das Handwerk, sehe die Lichter, Kerzen, manchmal sogar offenes Feuer. Ich sehe und wünsche mir, dass diese Feste des Lichts, diese Orte der märchenhaften Symbolik und Klarheit, das ganze Jahr über gefeiert werden. Mit oder ohne Geld. Im Winter die Thermoskanne mit Kakao gefüllt, das Schmalzbrot mit Schnittlauch dazu eingepackt. Und dann spazieren gehen und staunen. Leise Musik ist zu hören, live gespielt. Stehen bleiben vor dem offenen Feuer und einen Moment lang in die Flammen blicken. Vielleicht daran denken, dass man diese schöne Stimmung auch selber schaffen möchte. Die Märkte in Köln haben sich sehr verändert in den letzten Jahren. Weitere Fotos hier im Blog folgen. Wie jedes Jahr.








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Donnerstag, 19. November 2009

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threads of the spiderwoman:
Icons - the Black Madonna







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... und natürlich sind auch andere Verteilungskanäle aufgrund sehr selektiver und gefilterter Informationsweitergabe notwendig.








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The Spy Who Billed Me:
Not Blackwater, but Xe, as in Xena Warrior Princess


Eine Headline, auch zitiert im Zusammenhang mit den ISLA-Blog-Beiträgen der letzten Tage und der Aufklärung der Frage, wie, wann und wo eine professionelle Traumatisierung von Frauen stattfindet, um sie als Terroristinnen/Kämpferinnen zu benutzen.



"A former professor and Fulbright fellow, Dr. Hillhouse earned her Ph.D. in political science at the University of Michigan. Her latest novel, OUTSOURCED (Forge Books) is about the turf wars between the Pentagon and the CIA and the privatization of national security.
Dr. Hillhouse is an expert on national security outsourcing. Her controversial work has twice elicited a formal response by the Office of the Director of National Intelligence--the only times that office has ever publicly responded to the writings of a private citizen."



'“Es gibt keine Kontrolle. Sie sind ein unabhängiger Konzern der freiberuflich Spionagedienste anbietet. Sie sind Agenten zum Mieten,” so Hillhouse damals über den Blackwater-Geheimdienst “Total Intel”. Es sei daran erinnert: seit 2007 wurden auch und gerade in Deutschland systematisch die noch vorhandenen Schutzmechanismen für die Bürger durch Staat und Konzerne eingerissen, nie gab es irgendeine Konsequenz bei Datenraub oder Inlandsspionage, weder durch die Justiz, noch durch das Parlament und natürlich nicht durch die Bundesregierung. Auch die Presse reagierte lange überhaupt nicht auf das Thema. Dazu kommt, dass “Total Intel”-Chef Black (offiziell bis 2002 in der CIA) ausgerechnet Leiter des CIA-Entführungsprogramms war, welches wie sich nun herausstellte ab 2003 in Frankfurt organisiert wurde. Von 2002-2004 sass Black im US-Aussenministerium (12), zuständig ausgerechnet dafür, die “Zusammenarbeit mit ausländischen Regierungen bei der Terrorismus-Bekämpfung zu verbessern.”
2005 wurde Cofer Black dann Vizevorsitzender bei Blackwater. Noch 2004 hatte er dem Kongress berichtet, man habe 3.400 “ausgeschaltet” oder “gefangen genommen”, während heute nun offiziell behauptet wird, dass Blackwater-CIA-Programm habe zu keiner einzigen gezielten Tötung oder Gefangennahme eines “Terrorverdächtigen” geführt.
Wie Scahill in “The Nation” weiter berichtet, ging eine ganze Reihe ehemaliger hochrangiger CIA-Leute zu Total Intel, darunter Robert Richer (von 1999 to 2004 Chef der CIA-Abteilung für den Nahen Osten und Südasien) und Enrique “Ric” Prado (24 Jahre bei der CIA, ehemaliger leitender Offizier im Operationsdirektorat, Angehöriger der paramilitärischen Einheiten für Spezielle Operationen).
Blackwater “arbeitet” (mittlerweile unter dem Namen “Xe”) bis heute in den Kriegsgebieten Irak und Afghanistan.
Am 12.August hatte die “New York Times” (13) in einem ebenfalls aufsehenerregenden Artikel Aussagen des ab 2004 dritthöchsten CIA-Beamten Kyle Foggo veröffentlicht. Dieser sagte aus, dass er ab dem Jahre 2003 auf Befehl zweier hochrangiger CIA-Leute als damaliger regionaler CIA-Chef in Frankfurt a.M. das Geheimprogramm der CIA für spezielle Lager, Gefängnisse, Entführungen und Verhöre weltweit organisiert hatte – direkt aus Deutschland heraus.'




Anmerkung: Auch Großbritannien übt natürlich das Übernehmen. Genügend Hinweise dazu stehen hier im Blog. Aufgrund des im Text erwähnten lukrativen Drogen-handels sei nun noch einmal hingewiesen auf einen ISLA-Eintrag vom Oktober, der von der Legalisierung des Marktes für medizinischen Hanf in den USA berichtet. Neben der Aufdeckung diverser Spitzel- und Datenskandale in den letzten Monaten, entstanden auch durch kenntnisreiche Veröffentlichungen in zahlreichen Blogs, wird es mich persönlich als Autorin von "Generation Blogger" sehr freuen, trotz diverser Nebelbomben-Aktionen meinen eigenen Fall aufgeklärt zu sehen. Inklusive der Zahlung damit verbundener offener Rechnungen! Kurz eingefügt als Hinweis auf Methoden sei hier ein etwas historisch anmutender Text. Eine Übertragung auf aktuelle Verhältnisse überlasse ich jeder und jedem einzelnen, die Mittel und Methode habe ich zahlreich beschrieben. Zitat aus dem manchmal etwas professionell und damit absichtlich rechtslastigen Profiblog-Blog "Mein Parteibuch": "Operation Mockingbird war eine ausgedehnte - ebenso geheime wie illegale - Geheimdienstoperation der CIA zur Steuerung, Unterwanderung und Kontrolle einflussreicher Massenmedien in den USA und im Ausland. Die Existenz der Operation ist 1976 im Zuge der Untersuchungen des Church Committees eingestanden worden. Die Operation Mockingbird gehört zu den 2007 freigegebenen sogenannten "Familienjuwelen der CIA". Alex Constantine schrieb im Jahr 2000, dass die CIA im Rahmen der Operation Mockingbird in den 50er Jahren etwa 3000 für Propaganda zuständige bezahlte Agenten in den Massenmedien eingesetzt hatte.[1] Der Vorsitzende des Church Committes, Frank Church, schätzte 1976 die Kosten der Operation Mockingbird auf etwa 265 Millionen US-Dollar jährlich[2]."



Ich möchte ungerne als trainierte Magierin und als paranoid und querulatorisch eingestufte "Spinnerin", die nach Ansicht eines aus rumänischer Oberschicht und nach Deutschland geflohenen Arztes vielleicht unter Stimmungsschwankungen aufgrund beginnender Wechseljahresbeschwerden leidet (Ich spinne die Fäden in der Tat, auch wenn ich noch oft an das Baby denke ... !) sowie inniger Leserin des Buches "Bekenntnisse eines Economic Hit Men" die Energien dreifach zurücksenden, so wie das böse Hexen ja bekanntlich tun! Gerne daher noch einmal nicht nur für die ärztlich und ein wenig psychologisch tätige Dame aus Düsseldorf, die ebenfalls sehr professionell versucht hat, mir ein Image anzuhängen, ein kleiner Hinweis aus der Methoden-kiste: "Um zu verhindern, dass die neue Aufklärungsbewegung davon abgehalten wird ihr Potential zu entfalten, ist es unumgänglich sich mit den propagandistischen und manipulativen Methoden auseinanderzusetzen, die dazu benutzt werden können. Sowohl das Herabsetzen der Glaubwürdigkeit als auch das Fördern extremistischer Positionen senken die Akzeptanz und die Ausbreitung von Ideen in der Gesellschaft und unterminieren somit den Aufbau einer breiten Bewegung bzw. eines Aktionsbündnisses mit anderen natürlichen Bündnispartnern und Gruppen." Ohne Quellenangabe, die aber jede selber herausfinden kann, weil natürlich sofort alles übernommen wird. Wir haben uns verstanden? Ferner wieder einmal der Hinweis, dass es auch in Israel sehr unterschiedlich wirken wollende Kräfte gibt. Ich mag es einfach nicht, wenn man permanent versucht, mit (medialen) Sprengsätzen Menschen auseinander zu treiben. Kommunikation kann grenzüber-schreitend sein genauso wie die Sympathie für gemeinsame Ideen.






"In den USA, wo Californien 1996 der Vorreiter bei der Legalisierung von Medical Marihuana war - einem Modell, dem mittlerweile mehr als ein Dutzend Bundes-staaten gefolgt sind - wurde diese Lega-lisierung jetzt auch auf Bundesebene vollzogen. Unter dem Bush-Regime hatte das Verbot zu bizarren Auseinander-setzungen mit der Drogenverfolgungs-bheörde DEA und der Bundespolizei FBI geführt, deren Razzien etwa in den Hanf-apotheken in San Francsico vom dortigen Polizeichef mit dem Hinweis gekontert wurden, dass nunmehr die Stadtpolizei das von Krebs,- und Aids-Patienten dringend benötigte Medikament anliefern würde."








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Dienstag, 17. November 2009

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Erotik-Seminar
Was Sie noch nie über Sex wissen wollten











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Wenn "dirty tricks", die ich an zahlreichen Beispielen in meinen technisch momentan etwas eingeschränkten Blogs erklärt habe, esoterisch getarnt werden, dann quillt mein Account über mit detailliert informierten Newslettern, in denen offenbar weit rechts außen Organisiertes sich unter dem Mäntelchen anthropo-sophischer Pseudo-Wissenschaft auslässt über besonders Sensitive und ihre Störungen, und schreibt über die Heilung der Krankheiten Schizophrenie und Homosexualität (PDF-Dokument) als Folge von fehlgeleiteter geistiger Energie.





Das ist genau das Material, welches zur theoretischen Unterfütterung totalitärer Systeme genutzt werden kann. Die Vermittlerinnen der Alten Religion wirken da sehr gerne aufklärend, denn Hell-sichtigkeit und die Fähigkeit zum vermittelnden medialen Arbeiten wird den Holden auf ihrem inneren Weg unter anderem gegeben, um diesen totalitären Missbrauch zu enttarnen. Wer sich auf den langen Weg machen möchte, der durchaus Irrungen und Wirrungen beinhalten kann und hoffentlich nicht endet in rechts-lastigen esoterischen Häusern mit rechtsorientiertem Anschub von hinten, wer sich wirklich ernsthaft weiterbilden möchte, der besorge sich zum Beispiel die Bücher der Matriarchatsforscherin Heide Göttner-Abendroth. Passend zur kommenden winterlichen Jahreszeit ist sehr schön zu lesen das Buch über Frau Holle - Das Feenvolk der Dolomiten. Die großen Göttinnenmythen Mitteleuropas und der Alpen. Natürlich, man kann alles für eigene Zwecke missbrauchen. Aber das hier fällt dann doch sehr schwer. Sobald der Holdenhof ein Zuhause gefunden hat, kann auch dieses Buch in der Bibliothek ausgeliehen werden.







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Montag, 16. November 2009

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"Diese Tucholski-Position übersieht, dass es in der Truppe selbst Widerstand bis Unbehagen gegen den Einsatz gibt."







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... Natürlich. Und auch manches Hexen-haus wird von innen und außen eher fremdgehütet. Deswegen gilt: Helfen zu heilen! Denn: "Eingesperrt im sozialis-tischen Osten, träumten sie vom Wilden Westen: In der DDR verkleideten sich Hunderte Bürger als Indianer. Ihre Stämme hießen "FDJ Kulturgruppe für Indianistik Hiawatha" oder "IG Mandan-Indianer". Doch ob beim Tomahawk werfen oder Bisontanz - die Stasi campte immer mit." Und nicht nur die Stasi.








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"Lamoryant, rührselig. Viel zu traurig. viel zu sensibel.
Ich weiß.
Dann das auch noch. Wenn du das denkst.



Bist immunisiert. Worden. Schon klar.
Und schließlich ja auch: "Da war nie was".
Ist auch so ein Zitat, in dem Fall von dir, das ich aus dem Zusammenhang reisse.



Bist woanders besser aufgehoben.
Denk vielleicht trotzdem mal ab und zu ans Baby.
Ich tu's jedenfalls.
Bis dann"







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WELT ONLINE: Wollen Sie damit sagen, dass mehr Panik als Schweinegrippe grassiert?


Jefferson: Das fragen ausgerechnet Sie? Die Medien sind in Panik verfallen - und die Medien üben Druck auf die Politiker aus. Leider spielen da sehr oft Experten mit, die von der Pharmaindustrie gesponsert werden wollen.


WELT ONLINE: Klingt das nicht nach Verschwörungstheorie?


Jefferson: Wie sich die Pharmaindustrie des Themas bemächtigt, erkennt man leicht an den wissenschaftlichen Abhandlungen zum Impfstoff. Wir haben 274 Studien untersucht. Das Ergebnis war: Je schlechter die Qualität einer Studie, desto besser scheint die Impfung zu wirken. Überraschenderweise wurden allerdings die industriegesponserten Studien ohne Rücksicht auf die Qualität mit Abstand am häufigsten veröffentlicht - und zwar in den wichtigsten, meistzitierten Fachzeitschriften. Es ist an der Zeit, dass diese großen Journale einmal ihre Sponsoren offenlegen. Aber man macht es sich zu leicht, die Schuld einfach der Pharmaindustrie zu geben. Die Hersteller verkaufen Impfstoff, weil das ihr Geschäft ist. Viel problematischer sind die sogenannten Impfexperten, die ihre Ware an den Mann bringen wollen - und die Menschen beraten wie Staubsaugervertreter.



(Anmerkung: Eine Unverschämtheit gegenüber Staubsauger-vertreterInnen!)







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"Auf Druck des Verwaltungsgerichts Köln musste das BfArM eine Warnung vor dem pflanzlichen Virenblocker Cystus 052 noch am gleichen Tag zurücknehmen." Google-Search "Cystus 052". Es gibt genug Mittel, da Generika dieses Produkts von naturheilkundlich orientierten Apothekern völlig legal produziert, vertrieben und versteuert werden. Es existiert mittlerweile eine "Nosode" des H1N1-Virus. Wer danach sucht: Da stehen mal wieder halbe Infos! Das ist sogenanntes avitales und nichtinfektiöses Material. Also Material aus "ekelhaften" Dingen, das nicht mehr "lebendig" ist und insofern nicht mehr infektiös sein kann, jedoch noch Informatio-nen enthält, die genutzt werden können, um eine Antikörper-bildung hervorzurufen.
Die Sonne scheint leider ein bisschen wenig, Vitamin D gibt's in guten Drogeriemärkten, und frische Luft ist trotzdem zu jeder Jahreszeit hilfreich. Bitte an die Einnahmeregeln halten! Viel hilft nicht viel. Mein favorisierter Drogeriemarkt ist bekannt. Obst und Gemüse muß ich nicht extra erwähnen, oder? Bananen, die unreif um die halbe Welt schippern, Tomaten, die unreif gepflückt werden, sind da auch nicht sooo der Hit. Es gibt leckere und reife Äpfel aus der Region in vielen Läden. Zum Beispiel.







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Samstag, 14. November 2009

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Was freue ich mich über die Rückkehr der Schamaninnen auch in den ehemaligen sowjetischen Republiken: "Wegen der Wahl von Margot Käßmann zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) will die russisch-orthodoxe Kirche ihre Kontakte mit den Lutheranern beenden. Nach der Wahl einer geschiedenen Frau zur Kirchenführerin sei der Dialog, so wie es ihn seit 50 Jahren gegeben hat, nicht mehr möglich, sagte der orthodoxe Geistliche Georgi Sawerschinski vom kirchlichen Außenamt am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. Die Kirche erlaube keine Priesterweihe oder sogar Führungsrolle von Frauen. "Diese Frage ist sehr ernst", sagte Sawerschinski." Ich frage mich aller-dings auch, welche Rolle die evangelische Kirche in Rumänien gespielt hat, wenn ich die Artikel von Richard Wagner lese.








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Bücher über Religion haben Konjunktur. Auch Alan Posener hat wieder eines geschrieben. Ich verlinke des öfteren die WELT-Videos, denn ich mag seinen Sarkasmus und das etwas satirisch Lehrerhafte, andere Menschen zu benoten, indem man einfach auf einen Bullshit-Button haut. Das ist unverschämt. Und karikiert sich somit selbst. Sein aufgegebenes Blog "Apocalypso" hat als letzten Eintrag ein paar bissige Bemerkungen über das allzu sehr ins Germanische treibende Matriarchat. Dieses quält mit Lust kleine Jungen vor der ganzen Klasse. Ob Alan Posener auch einer dieser kleinen Jungen war? Wir wissen es nicht. Dass Matriarchinnen ganz aus Versehen ins allzu Germanische greifen, habe ich allerdings auch schon gesehen. Alan Posener sagte vor kurzem in einem Artikel, er sei mit Manfred Lütz befreundet. Der auch ein Buch geschrieben hat. Allerdings trotz seiner kirchlichen Aktivitäten nicht über das Thema Religion, sondern über das Thema Normalität und Krankheit. Er ist nämlich Psychiater. Nun liegen die Themen Religion und Psychologie nahe beieinander. Beide haben manchmal einen sehr selektiven Blick auf die Ideengeschichte. Uralte Ideen wie die des Matriarchats tauchen dort leider nicht immer auf. Dafür aber dann in der Esoterik. Und dort unter manchmal doch sehr merkwürdigen Verkleidungen. Was nun allerdings auch wieder für organisierte Religion in großem Rahmen gilt. Man kann sagen, dass Religion und Esoterik gemeinsame Ziele haben. Und deshalb auch in einem (monetären) Konkurrenzverhältnis zueinander stehen. Sekte sind bekanntlich immer die anderen.








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Nachdem ich nun tiefer in die Methoden der (Wirtschafts-)faschisten "eingeweiht" worden bin, die Versuche erlebt habe, andere Menschen zu zerstören, sehe ich den angeblichen Selbstmord vieler, die ihre Stimme in der Öffentlichkeit erhoben, deren Stimmen durchdrangen, mit ganz anderen Augen. Um das Beispiel Sylvia Plath zu nennen, mit dem ich gestern hier am Bildschirm konfrontiert wurde: Angeblich sind manche einfach zu sensibel. Frauen vor allem. Und auch ein bisschen narzisstisch. Sehen doch nur sich selbst und ihr Leiden. Ja? Wirklich? Narzisstisch und zu sensibel für was eigentlich? Vielleicht zu sensibel, um ErfüllungsgehilfIn eines Unrechtssystems zu werden? Zu sensibel, um zu schweigen zum Unrecht? Ist doch egal. Eben einfach zu sensibel. Haben persönliche Probleme und begehen dann halt eine Kurzschlusshandlung. Ja? Wirklich? Oder hatte das nicht vielleicht eine lange Vorgeschichte? Eventuell eine sehr professionell inszenierte? Ich habe mich nicht nur bei der tagebuchschreibenden Schrifstellerin Sylvia Plath gefragt, wie es sein kann, dass eine so kluge Frau ihre zwei kleinen Kinder alleine lässt und ihren Kopf in den Backofen steckt, um zu sterben. Wie kann so etwas sein? Ohne es in ihrem Fall zu wissen: Man kann jemanden auch systematisch in den Tod treiben. Man kann ihn sehr professionell dazu bringen, dass er Selbstmord begeht. Was wir spätestens seit der Benutzung menschlicher Bomben wissen, und um es schlicht zynisch zynisch zu sagen: Im Irak vergewaltigte man junge Frauen. Ohne Ehre ist es für sie auf dieser Erde nicht mehr lebenswert. Sagen die vom Vatergott Gesandten. In Tschetschenien nahm man Witwen, die sich Bomben um den Bauch schnallten. Irgendwann ist das Ausmaß an Verzweiflung einfach zu viel. Und dann gibt es da die, die Lösungen anbieten. Aber es sind natürlich nicht nur die großen einschneidenden Erlebnisse, die prägen. Oft genug leider professionell prägen. Es sind eben auch viele kleine Demütigungen über längere Zeit hinweg erlebt, die Wut und Resignation auslösen können. Und sollen. Man muß nicht erst die Tagebücher Viktor Klemperers gelesen haben, um diesen Prozess zu verstehen. Um die damit betriebene systematische Ausgrenzung und Entwertung zu verstehen, die Menschen zu den anderen macht. Zu denen da. Übrigens ist es ekelhaft und leider eben auch professionelle Propaganda in der teilweise arg verkommenen Wikipedia, ein Foto von Viktor Klemperer zu zeigen, der sich tief verneigt vor einem DDR-Oberen. Es ist widerlich zu sehen, wie der Selbstmord so vieler, deren Stimmen in die Öffentlichkeit durchdrangen, so vieler Frauen, die angeblich verrückt wurden, in dieser Verrücktheit oder aber in ihrer kindlichen Regression als Folge eines langen Zermürbungsprozesses in den Medien als künstlerische Stärke gezeigt wird, statt diese Menschen auch zu beschreiben, wie sie einmal waren, nämlich starke Stimmen im Kampf gegen das Unrecht. Es ist immer wieder professionelle Propaganda, und der Name Hugenberg ist da lediglich ein historischer.




Natürlich zeigt man auch die Stimmen Starker. Starker Frauen wie die der Polizistin, die den islamischen Militärpsychiater stoppte. Wahrscheinlich aber war sie gar nicht die entscheidende Schützin. Es passte nur so wunderbar zum Zeitgeist. Und ob der Täter alleine schoß, darüber mehren sich nun auch die Zweifel. Was ist wirklich passiert? Es gibt viele Fragen. Und in solchen Momenten taucht auch diese auf: Darf man Menschen eigentlich erschiessen? Wann darf man sie erschiessen? Ich selber habe immer das Beispiel meines Großvaters vor Augen. Was wäre gewesen, wenn er als Polizist, der sich nicht beugen wollte, der seine Frau nicht verlassen hatte, diese Stücke Scheiße einfach erschossen hätte? Die, die genau wußten, was sie taten, als sie seine Frau verhafteten und dafür sorgten, dass sie ins KZ kam? Was wäre gewesen, wenn das noch viel mehr Menschen gemacht hätten? Wenn die Erfüllungsgehilfen fürchten müssen, bei ihrer Arbeit getötet zu werden? Je mehr ich über Mittel und Methoden von (Wirtschafts-)faschisten erfahre, je mehr ich das eigene Erlebte einordnen kann in ein System, das sich seit längerem auch hier in Deutschland versucht festzusetzen, desto mehr komme ich zu dem Ergebnis, dass jede und jeder die Möglichkeit hat, einerseits NEIN zu sagen. Sich nicht als ErfüllungsgehilfIn zur Verfügung zu stellen. Und andererseits sich darüber im klaren zu werden, dass jede und jeder das Recht und die Pflicht hat, selber gegen das Unrecht anzugehen. Selber zu handeln gegen ausufernde Unrechtssysteme, die wachsen auf dem Trugbild des elitären Gedankens "Ich gehöre dazu und wir haben die Macht". Es gilt, die heimlich bewundernden Blicke auf die Unrechtssysteme, hinter denen nichts als der verborgene Wunsch steckt, auch mit dabei zu sein, als schlichte Dummheit darzustellen. Es gilt, die Sprüche derer, die sich in diesen Unrechtssystemen mit einem wohligen Wir-Gefühl eingerichtet haben zu enttarnen als das, was sie sind: Nichts als Scheiße im Gehirn. Im günstigsten Fall noch das Abbild von krank Gemachten, die erst einmal gesund werden müssen, ehe sie in irgendeiner Form wieder in gesellschaftliche Prozesse integriert werden können. Ehrfucht und Bewunderung der Methoden, der "dirty tricks" ist auch deshalb vollkommen fehl am Platze, weil, wie gestern bereits erwähnt: "was ist das Ergebnis von dirty tricks? Jene, die andere paranoid machen sollen, werden es selbst." Wollen wir wirklich an der Nase herumgeführt werden von Paranoiden, die Angst haben vor den Auswüchsen ihrer eigenen Arbeit? Wollen wir wirklich unseren Blick vernebeln lassen von den Methoden und Mitteln der Wirtschaftsfaschisten, die Wut, Verzweiflung und Angst umleiten in massenmedial geschürte Emotionen durch merkwürdige Selbstmorde und Massenepidemien?








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Freitag, 13. November 2009

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(lustcinema) Update: Merkwürdiger-weise werden meine Kommentare dort laut meinem Bildschirm gelöscht, dann wieder neu herein-gestellt, aber trotzdem nicht mitgezählt, dann wieder gelöscht. Und jetzt ein etwas abartiger neuer Eintrag? Ich bin übrigens auch Linkshänder. Das habe ich mit vielen Leuten wie beispielsweise Barack Obama gemeinsam. Was denn da los in Spanien, von wo die Newsletter in meinem Postfach manchmal so passgenau kamen? Sollen Bloggerinnen etwa genau wie Sylvia Plath besser den Kopf in den Backofen legen, so wie das auf der Grafik gezeigt wird? Hier ein gelöschter Kommentar von mir auf der Seite: My comment was removed? A little bit strange! I am the author of the first German book about blogs and one of those who informed about your manifest. Surprised! Commander Morgaine. Und hier weiter der Eintrag von heute morgen:
Heute in meinem Postfach ein newsletter von lustfilms. Die Filmemacherin Erika Lust schreibt, dass ihr Online-Store nicht mehr nach Deutschland liefert. Kann es sein, dass hier schon wieder einmal der Versuch unternommen wird, unliebsame Konkurrenz aus dem Weg zu räumen? Die handeln-den Personen sollten sehr genau unter die Lupe genommen werden! Der sexpositive Feminismus und weibliche Porno-filmerinnen sind eine riesige Konkurrenz für den milliarden-schweren und männlich dominierten(Gewalt)-Pornomarkt. Sobald die Vermittlerinnen der Alten Religion einen Platz für den Holdenhof gefunden haben, werden im Clubbereich des Holdenhof selbstverständlich auch die Filme und Produkte von lustfilms ausgestellt werden. Sexualität kann sehr lustvoll sein ohne die krankhafte Spaltung von Frauen in Hure und Heilige, bedingt durch das fatale Frauenbild der patriachal monotheis-tischen Religionen, die überall ihre Macht im männlich dominierten Kapitalismus ausüben. Leider haben Frauen dieses Hure-Heilige-Bild nur allzuoft selber verinnerlicht. Aus eigener Erfahrung und Gesprächen mit anderen Frauen weiß ich, wie sich das auch durch die männlich dominierte Porno-Industrie vermittelte Frauenbild in der Sexualität bemerkbar macht. Viele Männer haben nicht die geringste Ahnung von lustvoller Sexualität, ihr Verhältnis zum eigenen Körper ist eine Katastrophe. Und wer möchte als Frau schon gerne den Penis solch eines Mannes in den Mund nehmen? Am 29.10.09 schrieb ich:




... Die generelle Verdammung von Prostitution und Pornografie ist Teil des sexnegativen Feminismus im Deutschland der 70er und 80er-Jahre. Diese fundamentalistische Steuerung ist mitverantwortlich für einen jahrelangen Trend der Brutalisierung des milliardenschweren Porno-Marktes. Mittlerweile ist das Internet zum Glück aktiv, mit Gewalt lässt sich immer weniger Geld machen, da es diese bereits kostenlos im Netz gibt und ich hoffe, dass der fundamentalistische Trend der Verdammung von Sexualität bei gleichzeitiger Gewinnmaximierung auf dem Pornomarkt nun durch den sogenannten sexpositiven Feminismus umgedreht wird.





Erika Lust von lustfilms, Spanien, schreibt: "Today we had to take away Germany from the list of countries where we ship products from our online store. And we did that with sorrow and pity, because we have a lot of loyal and good customers in that great country. How is it possible that Germany, who has just celebrated 20 years of the fall of the wall, is now being so conservative and restrictive of liberties to confiscate helathy adult dvds in the customs?
The Article 184 StGB of their “Criminal Code” says that material will be confiscated if it portrays violence, sexual abuse of children or sexual activities of humans with animals. Well… none of those things are in my movies, obviously.
So I guess a German guy has opened my packages, saw the non-ofensive, well designed covers of FIVE HOT STORIES FOR HER or BARCELONA SEX PROJECT and said: “THIS IS UGLY , DISGUSTING PORNOGRAPHY, KAPUTT!”.´"








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"Neben den klassischen Naturwissenschaften Physik, Chemie und Biologie sowie der Mathematik und Technik, haben auch die Geisteswissenschaften wie Philosophie, Geschichts- und Kulturwissenschaften sowie Theologie wesentliche Bezüge zur Astronomie." Ein Interview in "Spektrum der Wissenschaften": Astronomie bundesweit als Schulfach?







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Donnerstag, 12. November 2009

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Die Bio-Bombe für den Herbst
Kochvideo: Zwölf-Gemüsetopf mit Kichererbsen







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Mittwoch, 11. November 2009

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Dieses Bild unten habe ich spontan ausgesucht zum verlinkten Text. Ich glaube nicht, dass der Autor Mösen wirklich mag. Es ist eher ein rationaler Blick in ein unbekanntes weites Land. Dort stehen Häuser mit großen Eingängen, und von außen sieht man durch die Fenster statt farbenfroher Tapeten nur Schleim an den Wänden.
Hier der Link auf "Celebrating Yoni": Enjoy the Diverse Beauty!








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"eine Mischung aus Volvo und Vulkan" (Foto)











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Dienstag, 10. November 2009

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Wer wandert, der findet den Weg der sich windet.
Den wandelt die Mitte, der lenkt seine Schritte
von innen nach außen.
Und wen auf dem Weg das Schicksal berührt,
der nenne mir die, die den Tanz anführt.
Der Honig im Topf ist ihr zugedacht,
die in der Mitte des Herzens erwacht.



Ansha
In: Badewannen-Meditationen.
Die Weisheit der Hexen







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Sonntag, 8. November 2009

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Flying Goddess
China Dunhuang Mogao Grottoes
Oil Painting - Etsy












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(Foto) "Ich betone, dass es weder religiöse noch weltanschauliche Gründe für diese Entscheidung gibt. Dem Wunsch nach einer deutlich früheren Installation einer abendlichen Beleuchtung folgend, sind wir überzeugt, dass Engel und Krippen nicht in den Oktober passen. Meine ganz private Meinung: Wir sollten religiöse Motive nicht für kommerzielle Zwecke einsetzen ... Der Kölner Weihbischof Rainer Maria Woelki und Augsburgs Bischof Walter Mixa kritisierten das Verhalten der Krefelder Geschäftsleute scharf. Weihbischof Woelki meinte: "Die Geschäftsleute sind nicht gut beraten, wenn sie aus Weihnachten eine ,Winterverkaufsaktion' machen und ihren Kunden den eigentlichen Kern des Festes vorenthalten." Gerade an Weihnachten gehörten die christlichen Motive in die breiteste Öffentlichkeit, weil Weihnachten das unüberbietbare Ja Gottes zum Menschen und zur Menschlichkeit sei."



Und hier der Ursprung des Weihnachtsfestes: Die astronomische Wintersonnenwende um den 21. Dezember, als Sonnenwendfeier vor dem Christentum gefeiert, um die Rückkehr des Lichts in der dunklen Zeit zu begrüssen. Noch heute feiert man in Ländern wie Schweden ein Lichterfest, das Luciafest. "Das Luciafest ist ein vorweihnachtlicher Brauch, der vor allem in Schweden verbreitet ist. Das Fest fällt immer auf den 13. Dezember, der in den christlichen Kirchen der Gedenktag der Heiligen Lucia ist und vor der Gregorianischen Kalenderreform der kürzeste Tag des Jahres war. Da der 13. Dezember in Schweden bis 1752[1][2] auf die Wintersonnenwende fiel, steht das Luciafest letztlich in der Tradition älterer Sonnenwendfeierlichkeiten."
Diese Sonnenwendfeiern werden teilweise heftig umkämpft, nicht nur die Germanen feierten und feiern diese Lichterfeste. Eine Seite, die ich zur religiösen Symbolik sehr gerne zitiere, ist 'The Goddess and The Green Men': Yule/Winter Solstice 21st.









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Samstag, 7. November 2009

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Die Veranstaltung bei der Burg Waldeck im Hunsrück bildete 1969 für sehr viele Mitmenschen aus dem deutschen Sprachgebiet den würdigen Abschluß eines geistig unruhigen Jahrzehnts. Die Zahl des unübersichtlichen Volkes, das hier zusammenströmte, schätzten einige der Zeitungs-Berichterstatter auf etwa drei-tausend. Man traf die Jugend aus allen Windrichtungen: Aus Holland, Südtirol, der Schweiz und Österreich waren sehr viele gekommen, eine Gruppe versicherte sogar, trotz des "Eisernen Vorhangs" seien sie aus einer noch bestehenden deutschen Sprachinsel von Siebenbürgen hergereist. Unklare Erwartungen, mit vielen Missverständnissen und Übertreibungen in den Gammler-Wirtschaften der Städte weitergegeben, hatten vor allem für die Zusammenkunft geworben. Man war überzeugt, dass eine 'Neue Zeit' bevorstand - 'die Sonne tritt jetzt im Frühling aus dem Tierkreiszeichen der Fische für die nächsten zweitausend Jahre in das des Wassermanns'. Man traf sich hier, weil man über die Anregungen, die von allen Seiten auf die Jugend ein-strömten, 'unter sich in Ruhe überlegen wollte', also ohne die endlosen Schlägereien zwischen Demonstranten und Polizisten, die 1968 und 1969 die Schlagzeilen der Zeitungen ausmachten: Der Ort zum Nachdenken, die Waldberge im Herzen Europas, der Schauplatz einer von Sagen umgebenen Geschichte durch viele Jahrhunderte, schien in jeder Beziehung geeignet.






Wie sich für den Geologen die verschiedenen Schichten aus aufeinanderfolgenden Zeitaltern berühren, so sah man im Raum der Burg Waldeck die Erinnerungen an die verschiedenen Träume der Jugendkultur nebeneinander. In den teilweise neu gemauerten Resten der alten Bauwerke hatten sich schon lange und hartnäckig die Mitglieder einer Bewegung festgesetzt, die sich als den alten Verwalter der Erbschaft aus den Tagen der berühmten 'Wandervögel' der Jahrhundertwende ansah. Da sie so etwas wie wie eine einheitliche Tracht trugen, galten sie vielen der 'antiautoritären' Besucher der Tagung als 'echte Militaristen und Faschisten' - obwohl sie anscheinend von den National-sozialisten Adolf Hitlers recht hart unterdrückt worden waren. Doch die 'modernen' Hippies, mochten sie auch von den Vertretern der dogmatischen 'linken und klassenbewussten Organisationen' fortlaufend 'als Wanderer im Bann der konservativen Romantik' und ähnlich beschimpft werden - wegen ihrer langen Haare, bunten Stirnbänder und Kittel aus Indianerleder erschienen sie wiederrum den Nachkommen der Wandervögel als 'rotes Anarchisten-Gesindel'. Also standen sich schon in der ersten Stunde, da ich an jenem eigenartigen Ort weilte, etliche der der alten und neuen Verehrer von grüner Umwelt und sagen-umwobenen Burgen mit Knütteln und zum Schleudern bereiten Steinen drohend gegenüber. Es ging also auch hier um Haaresbreite, und schon hätte das Fest auf dem abgelegenen Märchenhügel nicht weniger mit blutigen Köpfen enden können als all die städtischen Massenkundgebungen jener Jahre. Wenn aber die Waldeck-Veranstaltung ein gewisses Glück haben sollte und nicht schon an ihrem Anfang in eine Schlacht ausartete, so war dies ein Erfolg von Musik, Gesang und Tanz, die nun überall im Freien stattfanden und die Spannung in den Muskeln lockerten.






Ich hatte die Gelegenheit, mit einigen jüngeren Nachfahren der ursprünglichen Wandervögel reden zu können und fand zum Erstaunen bei ihnen fast den gleichen Kreis geistiger Beschäftigung wie bei den von ihnen wegen unterschiedlicher Tracht abgelehnten Gästen 'ihrer' Burg: Sie erzählten gern und wussten sogar Lieder und Märchen um Doktor Faust und all die Gottsucher des Mittelalters, die Minnesänger und Katharer, die Fahrenden Schüler und Ritter, die Helden und Häuptlinge des Mittelalters. Ich erkannte, wie sehr in Umbruchzeiten, gründlich verwirrt durch boshafte Verallgemeinerungen und Gemein-plätze, sich Menschen gegenüberstehen und bereit sind, sich zu zerfleischen, die eigentlich ganz wesensverwandte Themen in sich tragen.






Auch der Zusammenstoss mit den sogenannten 'linken Organi-sationen' wurde von der damals allgemein als Hippies bezeichneten Jugend durch eine wahre Verkettung von Glücksfällen vermieden. Diese 'Organisationen' waren natürlich nicht gerade begeistert, festzustellen, dass ein wesentlicher Teil der neuen Generation, statt sich als Kanonenfutter in den Strassenschlachten von Berlin oder Zürich verheizen zu lassen, in Richtung irgendwelcher Sagenberge aufgebrochen war. Also verteilten die linke Studentengruppe SDS und die DKP, die sogenannte Deutsche Kommunistische Partei, zumindest einige der verschiedenen Splittergruppen, mit Fleiss Handzettel und luden zu marxistischen Veranstaltungen ein: Dort sollte das ihrer Ansicht nach 'konservative' Wesen des Fests 'entlarvt' werden, dass die ganze Veranstaltung von Spitzeln des reaktionären Bürgertums erfunden worden sei, um die naive Jugend zu 'entpolitisieren', sie immer weiter 'von den Nöten des Klassenkampfes' zu entfernen. Die SDSler und DKP-Männer waren sich ziemlich einig, dass da die Neo-Romantik und Nostalgie eine bremsende Wirkung gegenüber dem Ringen 'für den geschichtlichen Fortschritt' ausübe. Sie waren aber gar nicht einig, wenn es um die Frage ging, wie eigentlich die wahre Richtung der nun notwendigen Revolution festzustellen sei. Nach einigen mehr oder weniger handgreiflichen Auseinander-setzungen erwies es sich den Antibürgern aus zumeist ausge-sprochen bürgerlichen Familien als völlig unmöglich, eine gemeinsame Protestaktion durchzuführen. also gab es zwei Protestaktionen, selbstverständlich an nahezu entgegengesetzten Seiten des grünen Hügelgeländes! An diesen wurde auch viel weniger über die abwesenden romantischen Sucher nach den Wurzeln der neuen Kultur geschimpft - als wider die nicht 'linientreuen' Genossen, die auf der andern Seite des Fests fast das gleiche erzählten ...





Am Rande des immer verwirrenderen Jahrmarkts der Parteistrategen und einigermassen 'etablierten' Künstler, die mit Eifer die einträgliche Beachtung von ebenfalls 'eingefahrenen' Leuten der Massenmedien suchten, fern von den rechten und linken Rattenfängern, bildete sich eine Welt ganz für sich: Junge Menschen aus den verschiedenen Winkeln von Mitteleuropa, die schon durch die Buntheit ihrer Kleider und den stolz getragenen 'Nomadenschmuck' ihren Austritt aus der modischen Langeweile der Grossstädte zu zeigen suchten, trafen sich etwas abseits auf den grünen Wiesen. Die Begegnungen dieser Art, die nun Tage und Nächte dauerten, sollten sich für das kommende Jahrzehnt als schicksalshaft erweisen: Ich traf hier eine Reihe von Mädchen und jungen Männern, die ich ohne irgendwelche Absprachen immer wieder treffen sollte, wenn es in Europa auf den Marktplätzen der Altstädte oder auf Waldhügeln um Versuche ging, der bisher scheinbar zum Untergang verurteilten Volkskultur neues Leben zu schenken.
Diese Begegnungen, die sich über die ganze Dauer der Tage von Waldeck ausdehnten, hatten für den oberflächlichen Betrachter kaum viel Sensationelles, und in den Pressenotizen, die über die ganze Zusammenkunft erschienen, schrieb man lieber über den ganzen, eigentlich unglaublich nebensächlichen Zank all der pseudolinken oder faschistoiden Sekten. Doch das eigentliche Ereignis der Völkerwanderung zum grünen Hunsrück-Hügel hat mir ein Mädchen aus einer der ersten Berliner Wohngemein-schaften zusammengefasst: 'Man sah, dass man mit seinen Träumen nicht alleine war. Man sah, dass all die Menschen, die zusammen in kleinen Freundeskreisen einen gemeinsamen Weg gehen wollen, als Gesamtheit wahrscheinlich sogar zahlreicher sind als die sich durch viel Propaganda zu Massenphänomenen erklärenden totalitären Parteien. Es gibt immer noch die grünen Waldhügel abseits von den Autobahnen, denn eigentlich ist es heute dank Schallplatten und Rock-Festivals leichter, von den Hippies in den Rocky Mountains oder im Himalaya zu wissen als von den Gleichgesinnten im andern Stadtteil.'
Geschichten und Gedanken dieser Art wurden ausgetauscht, bestätigten die Hörer, brachten sie auf neue Gedanken. Eine sicher uralte Idee wurde als etwas Neues wiedergeboren, möglicherweise von kleinen Kreisen ausgestreut: 'Man muss bei Vollmond feiern, dann weiss man, dass die Gleichgesinnten wach sind und an alle ihre Freunde denken, auch wenn sie ihre Anschriften nicht wissen.






Aus:
Sergius Golowin, Die weisen Frauen. Die Hexen und ihr Heilwissen








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