Freitag, 31. Juli 2009

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As the wheel turns to Lammas night,
Power is brought to magic rite.


Erreicht das Rad die Lammas-Nacht
Magie die Riten kraftvoll macht.





In:
Badewannen-Meditationen
Die Weisheit der Hexen








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(Photo)






Starhawk's Blog:
A Forest Garden








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Donnerstag, 30. Juli 2009

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Man muß kein Genie sein, um die Ruhe den zudröhnenden Reizen vorzuziehen. Wie ich gestern abend sagte. Man kommt zu sich und in sich, man erfährt die Synchronizität, wenn man bei sich ist ohne Ablenkung. Eine Erfahrung, die auch die amerikanische Psychiaterin Jean Shinoda Bolen beschreibt. Ich hatte vor längerer Zeit ein Zitat von ihr veröffentlicht, das einen ihrer Initiationswege durch die bewusst erlebte Geburt beschreibt.
Warum wohl gibt es die überlieferten Geschichten der Frauen, die im Turm lebten oder alleine in einem Haus am Rande des Dorfes und abseits des Menschengemachten? Man nutzte die Fähigkeiten dieser Frauen genauso wie man sie fürchtete. Für manche war dieses asoziale Schattendasein allerdings so bedrohlich, dass sie den Körper der Frauen lieber im Feuer brennen sehen wollten.
Es gibt viele Wege nach innen und noch mehr Ablenkungen im Äußeren: "If that which you seek you find not within, you will never find without." Aber die Aufgabe der zwischen den Welten Wandelnden, der Zaunreiterinnen, ist nicht die elitäre Nabelschau.







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Dienstag, 28. Juli 2009

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Celebrating the Sunfire Goddess at Lammas
Wednesday 29th July - Sunday 2nd August
Glastonbury Goddess Conference








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ISLA-Eintrag vom 9. Juni 2008



Aufgrund der Literaturempfehlung im verlinkten Beitrag "New-Age Goddess" habe ich mir soeben bestellt den Titel:
Monica Sjoo, Return of the Dark/Light Mother or New Age Armageddon? Towards a Feminist Vision of the Future.



Wer wundert sich von denen, die sich auskennen, nicht schon lange über die Invasion der Engel in der Esoterik-Szene? Wer, der sich auskennt, wird nicht wütend über die gefühlsamputierten Göttinnen in Kunst und Kultur? Die Figur der Maria im Christentum wurde genau wie viele andere Göttinnen auch ihrer ganzen Kraft beraubt, solange bis nur noch ein asexueller Torso ohne allzu viel Kraft übrig blieb. Lieblich lächelnde Frauenfiguren versuchen daher sich ihren Platz an der Seite allmächtig wirken wollender Patriarchen zu erobern und ahnen vielleicht doch, dass das Licht auch ihren Schatten bricht.



“Female spirit, the goddess in us, is not fragile or new; not an invention of privileged women or an escapist New Age elite. We are tough and ancient: tried by a million years of ice and fire. On enormous and minute wheels of pain and beauty we have turned … we return to tell and respell our story.”




(via)








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Montag, 27. Juli 2009

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Die CeiberWeiber:



"Das sich entspinnende jeder gegen jeden ist sicher für Frauen weniger interessant, da es ja doch auch die Komponente von Rangkämpfen unter Männern hat. Also welche Partei liegt beim U-Ausschuss am "besten" (leidet am wenigsten darunter, profiliert sich am meisten), welche Zeitung hat die Nase vorn (bekommt ein paar Sachen exklusiv, muss sich nicht nur auf das beziehen, was andere zuerst berichtet haben). Im Grunde sollte derlei auch ganz allgemein dann interessant sein, wenn unhaltbare Zustände beschrieben und verändert werden können. Ansonsten bliebe nur der Eindruck, dass irgendwie eh alle nicht so ganz korrekt agieren und das sowieso keine Konsequenzen hat, eben weil niemand überhaupt nicht betroffen ist.




Bereits vor Beginn des Ausschusses und vor dem Eintreffen der ersten Akten zeichnet sich aber ab, dass Dreistigkeit das Merkmal vieler ist. Zum einen von blauen Politikern (was nicht wirklich neu ist), die die Stirn haben, sich zuerst ganz offenbar vom kasachischen Geheimdienst auf welche Weise auch immer einspannen zu lassen, dies dann leugnen, um dann zu jammern, dass sie um Leib und Leben fürchten. Da selbst der Verfassungsschutz derlei Machenschaften bemerkt, wird es ja wohl kaum so gewesen sein, dass die kasachischen Ansinnen mutig zurückgewiesen wurden".




















YPS - Fanpage












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Sonntag, 26. Juli 2009

Freitag, 24. Juli 2009

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Bohnen, ein Klarapfelbaum, dessen Früchte sich nicht lagern lassen, und noch ein Literaturhinweis für die Planung von Stadtgärten.








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Foto:
Detroit Agricultural Network






Frisches Gemüse kochen? Ich stand auch nicht gerne am Herd, und KochbuchautorInnen richteten sich in der Vergangenheit leider ein bisschen zu oft an die Zielgruppe "Bereite Salätchen An Brüstchen, wenn du wieder mal fünf Stunden Langeweile und 200 Euro Überschuss hast." Lass dir ruhig Zeit mit dieser dekadenten Liebhaberei, damit du nicht zornig wirst und eventuell auf den Gedanken kommst, dass du wichtig bist und etwas bewegen kannst. Unter dieser und dieser Perspektive - Living for Chance - und in den Zeiten der immer besser vernetzten Mamas mit Netzzugang sieht der Anbau und das Zubereiten von schmackhaftem Gemüse allerdings gleich ganz anders aus.









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Mittwoch, 22. Juli 2009

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via lustfilms.com:



Manifest für einen neuen Pornofilm:
intelligent, weiblich und feministisch.





Da sind wir endlich! Wir Frauen werden den Porno verändern.



Im neuen Pornokino möchte ich Frauen sehen, die entscheiden, wie wir repräsentiert werden: Ich möchte Frauen sehen, so wie sie sind, Frauen wie du und ich, Frauen mit Gefühlen, mit Ausbildung und Beruf, Mütter, verheiratete, geschiedene und alleinstehende Frauen, Liebhaberinnen, junge und alte, schlanke und mollige Frauen, die ihre Sexualität genießen und auch an den Sexszenen in den Filmen ihre Freude haben.





Die Sexualität der Frauen ist sehr ausdrucksstark. Das macht vielen Männern vielleicht zu schaffen, die lieber glauben, dass nur Huren und »heiße Weiber« sexuell attraktiv und die übrigen Frauen harmlos und unschuldig sind. Kaum ein Mann denkt gerne über die Sexualität seiner Mutter, Schwester oder Tochter nach. Dabei sind wir Frauen doch alle sexuelle Wesen, und nicht nur die Jenna Jamesons dieser Welt.





Ich werde die Hände nicht in den Schoß legen und warten, bis die Pornoindustrie sich bequemt, ihre Vorstellungen und Vorurteile über die weibliche Sexualität zu revidieren. Wenn wir es nicht tun, wird es niemand tun!





Unsere Gesellschaft neigt dazu, den Porno zu ignorieren, ihn als nebensächlich und anrüchig zu betrachten, ihn als ein Genre zu sehen, das mit anderen Aspekten des Lebens nichts zu tun hat. Doch das ist nicht wahr, denn der Porno ist nicht nur Porno, er ist ein Diskurs, eine bestimmte Art, über Sex zu sprechen. Er wirft einen bestimmten Blick auf das Männliche und das Weibliche. Aber er ist ein fast zu 100% maskuliner (und oft auch machohafter) Diskurs, es gibt kaum weibliche Stimmen, so wie es bis vor kurzem kaum weibliche Stimmen in der Politik oder in den Führungsetagen der Wirtschaft gab.





Ich bin nicht nur der Meinung, dass wir Frauen das Recht haben, uns am Pornokino zu erfreuen, sondern dass wir uns auch an der Ausrichtung des Inhalts dieses Diskurses beteiligen sollten. Wir müssen kreativ werden: Drehbücher schreiben, Filme drehen und produzieren …





Ich bin vor kurzem Mutter geworden, und ich glaube, es würde mir gefallen, dass, wenn meine Tochter sich als junges Mädchen einen Pornofilm anschaut, sie positive Botschaften über ihre Sexualität erfährt. Ich möchte nicht, dass ihr im Porno die Welt des Sex von Rocco, Nacho, Marc Dorcel, Private oder Penthouse erklärt wird. Ich spreche mich nicht für eine weibliche Zensur aus – die Männer werden ihren Standpunkt immer vertreten, was ich akzeptiere und respektiere -, ich möchte nur, dass es nicht die einzige Sichtweise bleibt. Ich will einen Porno, in dem es verschiedene Ansichten und Meinungen gibt.





Wir leben heute in einer Gesellschaft, die (ob es uns gefällt oder nicht) »pornofiziert« ist. Der Porno ist im Internet sehr präsent und hat auch Einzug in die Massenmedien gehalten; aus den obskuren Hinterzimmern ist er längst heraus. Deshalb ist es überaus wichtig, dass wir Frauen diese Entwicklung kritisch beobachten. Die Werte, die der Porno vermittelt, müssen von uns ständig in Frage gestellt und analysiert werden.





Als die feministische Bewegung in den sechziger und siebziger Jahren stark wurde, kritisierte sie die machohaften Werte, die durch das Kino und die Werbung noch verfestigt wurden. Heute müssen wir mit dem Porno ebenso verfahren. Wir können ihn nicht ignorieren und glauben, dass er nicht so wichtig sei, weil ja nur Männer ihn sich ansehen. Selbst wenn es so wäre: Das, was die Männer im Porno sehen und lernen, betrifft uns ganz direkt. Viele von ihnen verschaffen sich ein Bild von der weiblichen Sexualität nur über den Porno.





Ich glaube, wir Frauen sollten Einfluss nehmen auf Diskurs und Inhalt der Pornografie, denn so könnten wir den Männern auf sehr eindringliche und bildhafte Weise unsere Sexualität erklären. Gibt es eine bessere Möglichkeit, ihnen das verständlich zu machen, von dem wir wissen, dass viele von ihnen es nur schwer verstehen?








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Montag, 20. Juli 2009

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Ashes to Snow
Fire to Blood
Feathers to Fire













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Sonntag, 19. Juli 2009

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'This award is for first time female film-makers who would like to create erotic films that dare to question porn clichés and show sex in innovative and creative ways.



Did you know that only 6% of directors in Hollywood are female? This percentage is even smaller in the adult industry. 95% of erotic films are still shot by men for men. But women are voyeurs too and more and more women want to enjoy erotic films that show a female perspective. But as traditionally women in the film industry work in front and not behind the camera, it is difficult for new female directors to get started. The big questions are: How can she finance her film, where can she show it, how can she publish it?




Petra Joy is a veteran of female-focused porn and has always promoted female sexual liberation and self expression in her erotic films, books and workshops for women.

































She created this award because:


“I would like to inspire first time female film-makers to take control, get behind the camera and show erotica – from a female perspective. With the support of pjur I would like to help talented film-makers to finance and publish their future films. My wish is that this award will help to make more female fantasies visible and more female erotic film-makers seen and heard!”'





via MsNaughty Porn for Women









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"Dargestellte Sexualität wird immer noch “verteufelt” und in der Tat ist der dargestellte Sex auf Wunsch des Publikums viel zu oft genau so: Sadistisch und autistisch. Netzsperren sind dann die letzte Lösung, um Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene von dieser Entwicklung abzuhalten. Doch was ist, wenn Sexualität eben auch anders im Netz gezeigt wird? Wenn sie begriffen wird als Kunst, die es zu erlernen gilt und nicht als Machtinstrument über andere oder als Abbild eines infernalischen Inneren?
Was ist, wenn mit Hilfe des Netzes Mädchen und Jungen die Kunst der Sexualität lernen können? Was ist, wenn Frauen sich endlich vorwagen in diese Männerdomäne und ihren Blickwinkel, ihre Vorstellungen, ihre Wünsche, ihre Sehnsüchte einbringen? Es gibt viele gute Initiativen im Netz dazu, es gibt weibliche engagierte Porno-Filmer. Und ich hoffe, es werden immer mehr. Ebenso hoffe ich, dass die Netzsperren nicht von Fundamentalisten und Geschäftemachern eingeführt werden. Sadistische, gewaltvolle Pornografie und Fundamentalismus stehen übrigens nach meiner Überzeugung im Zusammenhang."









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Montag, 13. Juli 2009

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Salbei







... Ja. Ja. Sie übt eben nicht mehr.









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"Der Teufel sitzt denen im Nacken,
die die Göttin verleugnet haben."




Monica Sjöö






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"Ich glaube, dass es viele JournalistInnen gibt, die ihre Arbeit immer noch sehr ernst nehmen und erwarte daher von ihnen Unterstützung." Nicht nur von manchen mit blauen Augen. Oder denen, die sich auskennen mit dem Thema Hell Sehen und "Dissoziation nach Trauma und Gehirnwäsche". Die Göttin hilft gegen den Missbrauch von Menschen und Geistern.








Once we met in secret, in the dark
And whispered our words into the wind.
Now the work is free once more
And open to those who seek it.
For this we give thanks.



Marion Weinstein, Earth Magic




































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Sonntag, 12. Juli 2009

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Aus dem Archiv des Holdenhof:



Terroristen handeln und töten im eigenen oder fremden Auftrag. Es sind Menschen, die das Lebendige zerstören, weil sie den eigenen inneren Tod, den einst an ihnen begangenen Seelenmord ins Außen bringen wollen. Organisationen nutzen diesen bereits vorhandenen Wunsch nach Zerstörung des Lebendigen oder aber traumatisieren Menschen erst, um sie dann für ihre Zwecke zu gebrauchen. Die Traumatisierung führt bei den Opfern zu einem Schock-Zustand, Schock-Starre setzt ein, später folgt Angst und Wut, die instrumentalisiert werden kann.
Naomi Klein hat die Instrumentalisierung von Schock-Strategien für den Kapitalismus in ihrem Buch erklärt. Es ist ein Katastrophen-Kapitalismus, der Wirkungen zeigt sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene.



Die Kunst besteht nun darin, diese Wirkungen in positive Energien zu verwandeln. Eine Methode, die den Ausübenden der Material Arts und den Schamanen vertraut ist.
Ich habe an verschiedenen Stellen den Einsatz von Spitzeltechnik beschrieben. Ich habe erläutert, wie Menschen durch Informationsüberflutung und dem Setzen von gegenteiligen Reizen zu völliger Erschöpfung, Schockstarre, Angst und Wut geführt werden können mit Hilfe des Internets, mit Hilfe von Handlangern in Medien, die triggernde Reize setzen beim Lesen von Online-Artikeln, mit Hilfe von Bloggern, die Geschichten mit hohem Wiedererkennungswert erzählen, wobei die Technik der Anzeige unterschiedlicher Bildschirminhalte genutzt werden kann, und mit Hilfe des Einsatzes von Traumatisierten, die selber zu Handlangern geworden sind, und in der persönlichen Begegnung mit ihren Opfern ambivalente, sich widersprechende Reize setzen. Die Opfer werden durch diese Strategien gezielt verunsichert, traumatisiert und können bei entsprechender Eignung dann ebenfalls zu Tätern gemacht werden. Gut geschult, wird jeder Versuch der Opfer, diese Methoden aufzudecken, von den Tätern mit Abwehr und einem Angriff beantwortet, der darauf abzielt, das Opfer als unglaubwürdig darzustellen.
Die Destruktivität der Täter, ihr Wunsch, alles Lebendige zu zerstören, lässt sich im Alltag erkennen an symbolischen Handlungen. Ein Beispiel: Wer mit viel Geduld eine große Pflanze zuerst aufpäppelt, um sie dann plötzlich ganz einfach ohne Grund zu zerschreddern, restlos zu zerstören, der spricht Bände über sein eigenes inneres Seelenleben.







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Freitag, 10. Juli 2009

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"Wozu brauchen Sie denn gar so viel Kamille?"






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Samstag, 4. Juli 2009

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"Man könne sie im Prinzip schon sehen, die Feen, sagt Sejdije, eine der wenigen älteren Frauen, die mit den Männern die kalte Nacht auf dem Berg verbringen. Aber das sei "schwierig". Man müsse schon genau hinschauen. In manchen Jahren sitze auch eine tellergroße Kröte auf dem weiß gestrichenen Stein, wenn die Tür aufgeht. Keiner weiß, woher sie gekommen ist. Etwas Zauberhaftes hat das Mysterium vom Samovilec auch für Ungläubige. Vielleicht ist das das eigentliche Wunder: Dass hier, bei den Roma von Prilep, Islam, Christentum und Mythen aus alten Naturreligionen aufeinandertreffen - ohne dass es kracht."



("Wikipedia: Roma, Schwarze Madonna)







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Donnerstag, 2. Juli 2009

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The Gift Economy











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Celebrating the Sunfire Goddess at Lammas
Wednesday 29th July - Sunday 2nd August
Glastonburry Goddess Conference








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Es ist bezeichnend, dass das Sprechen, insbesondere das öffentliche Sprechen, von Frauen in Paulus' Argumentation mit Auflehnung verknüpft war. Wurde schon im Alten Testament die Domestizierung von Frauen - wie am Beispiel der 'großen Hure' gezeigt - mit der Entwertung der Vulva erwirkt, verhandelte man auch nach dem Übergang vom Judentum zum Christentum den Raub der Stimme und Selbstbestimmung der Frau anhand der weiblichen Geschlechtsorgane. Nur wurden diese nun nicht mehr entblößt, sondern verboten oder besser noch verleugnet.
Ein beliebtes Motiv der Marienikonographie ist die Verkündigung, in der der Heilige Geist die Jungfrau in Gestalt einer Taube durch das Ohr befruchtet, in manchen Darstellungen wird dabei sogar das Jesuskind in ihr Ohr hineingeschoben. Das Fehlen - oder das Versiegeltsein - der Vulva wird mit dem Ohr kompensiert. Maria kann damit zwar (zu)hören, aber nicht (wider)sprechen. Tatsächlich ist die einzige Aussage, die sie in der Verkündigungsszene macht: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast." (Fußnote). Während Maria jedoch nicht widerspricht, weil sie im eigentlichen Sinne kein Genitale hat, durften Frauen von der Kanzel eben deshalb nicht sprechen, weil sie ein Genitale hatten. Paulus begründet seine Absage an die weibliche Predigt in seinem ersten Brief an Timotheus:




Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen. Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten. Denn zuerst wurde Adam geschaffen, danach Eva. Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gesetz. (Fußnote)





Abgesehen von der offensichtlichen Irritation - wie kann Eva die Verführerin des Mannes gewesen sein, wenn Adam nicht verführt ward? - wird an diesem Zitat viererlei deutlich:




- Es muß predigende Frauen gegeben haben, sonst hätte der Apostel die weibliche Predigt nicht verbieten müssen.


- Offensichtlich hatten diese Frauen auch etwas von Gehalt mitzuteilen, schließlich lehrten sie nach seinen Worten.


- Weibliches Lehren war Paulus' Auffassung nach eng mit dem Apfel/der Vulva der Erkenntnis verbunden.


- und durch diesen/diese seien nicht nur Eva, sondern alle Frauen potentielle Gesetzesverbrecherinnen, gefährdeten somit die vom Christentum gerade etablierte Ordnung.





Um Paulus' Forderung durchzusetzen, mussten zuerst alle Indizien für sprechende, das heißt in einem kulturellen Sinne kommunizierende Frauen vernichtet werden. Denn es gab ja durchaus Beispiele für predigende Frauen in der Frühzeit des Christentums, wie etwa die Heiligen Umiltà und Cäcilia und die gelehrte Katharina von Alexandrien. Außerdem sind Abbildungen der predigenden Junia und einer predigenden Ursula erhalten sowie Überlieferungen, nach denen Martha, die Schwester der Maria von Bethanien, Teil an der Missionierung Südfrankreichs gehabt hatte und 'gar wohlredend' (Fußnote) gewesen war. Paulus selbst bezeichnete Junia als angesehene Apostelin (Fußnote), was die Kirche damit ausglich, dass sie an Junia eine Geschlechtsumwandlung vornahm und aus ihr im Laufe der Überlieferung den Apostel Junian machte. (Fußnote)
Die bedeutendste predigende Frau ist jedoch unbestreitbar die Apostelin der Apostel: Maria Magadalena. Im überlieferten Bild Maria Magdalenas vermischen sich mindestens drei biblische Figuren. Zum einen gibt es die von Jesus bekehrte Sünderin, die schweigend seine Füße mit ihren Tränen wäscht, sowie Maria von Bethanien, die dasselbe tut, zum anderen die sprechende Apostelin und Missionarin, aus der Jesus sieben Dämonen austrieb, die nicht zufällig an die sieben Schleier erinnern, die Ishtar auf dem Weg in die Unterwelt - zu sich selbst - ablegte ... Erst 1969 gab die Kirche zu, dass Maria Magdalena keine Prostituierte war.





Aus:
Mithu M. Sanyal, Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts








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Mittwoch, 1. Juli 2009

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Vesta war der römische Name der griechischen Göttin Hestia, "der ersten von allen Gottheiten, zu der man beten muß". Mit ihrem Namen begannen und endeten alle Gebete und Opferrituale, sagte Cicero, denn sie ist "die Hüterin der innersten Dinge". (Fußnote) Pythagoras zufolge war das Feuer ihres Herdes oder Altares das Zentrum der Erde. (Fußnote) Deshalb war der Altar der Vesta in Rom, der von den jungfräulichen Vestalinnen gehütet wurde, auch ein Symbol des Erdmittelpunkts. Ein ähnlicher Altar war in Griechenland das Prytaneum ("öffentlicher Herd"), der ebenfalls von der Göttin verwaltet wurde, die "von allen Gottheiten am meisten verehrt" wurde. (Fußnote)




Vesta oder Hestia war aus dem matriarchalen Zeitalter erhalten geblieben, in dem der Herd der Clanmutter der erste Feueraltar gewesen war. Ihre hausfraulichen Funktionen bestanden darin, das Feuer zu hüten, die Nahrung zu bereiten und das heilige Zentrum des Clanlebens zu gestalten, und sie galten als die heiligsten von allen menschlichen Tätigkeiten. In scharfem Kontrast dazu steht die moderne Hausfrauenarbeit, die in den meisten Fällen einfach nur als Nicht-Arbeit gilt, die keiner Bezahlung würdig ist. Sie wird nicht als ehrwürdig sakral, sondern als profan betrachtet.






























Das Zeichen für Vestia (oder Hestia) war ein Altartisch, auf dem Zwillingsflammen wie Schlangen zum Himmel aufzüngeln. Die Form des Altars entspricht dem griechischen Buchstaben pi, der in der Zahlenmagie der Pythagoreer überaus wichtig ist, wie jedes moderne Schulkind weiß.




Die jungfräulichen Vestalinnen waren die heiligsten Frauen von Rom, weil sie mit dem ewigen Feuer zu tun hatten, das im Herzen des Imperiums brannte. Vestas Altarflammen durften niemals ausgehen, denn dies hätte das Ende des Imperiums bedeutet. Die Priesterinnen waren zunächst virgines im alten Sinne; das heißt, sie waren nicht notwendigerweise keusch, sondern lebten unabbhängig von einem Mann. Später wurden sie zu nonnenhafter Keuschheit gezwungen und waren nur mit dem Geist von Rom "verheiratet" (der wahrscheinlich die Form des phallischen Palladiums besaß) - wie auch christliche Nonnen später mit Christus "verheiratet" wurden. Der Beiname eine Vestalin lautete Amata ("Geliebte"). (Fußnote)





Im 4. Jahrhundert n. Chr. löschten die Christen das vestalische Feuer und entzogen den Jungfrauen ihre politischen und religiösen Privilegien. Dies führte bei gebildeten römischen Heiden, die noch immer dem alten Glauben anhingen, zu großer Empörung. Die Jungfrauen waren höchst sakrale Wesen - obwohl das patriarchale Rom ihren ursprünglichen Charakter vergessen (oder absichtlich verdunkelt) hatte:
Sie waren orgiastische Priesterinnen und jungfräuliche Mütter, die bei Sommersonnwendfeiern vor dem 6. Jahrhundert v. Chr. von den Göttern geschwängert wurden. (Fußnote) Sobald die christliche Kirche genügend politische Macht hatte, ließ sie die Göttin Vesta und ihre heiligen Priesterinnen verschwinden. "Ihre christlichen Feinde fürchteten sie als geheimnisvolle und magische Frauen: Sie verstanden sie nicht und wollten sie auch nicht verstehen; sie wollten sie nur vernichtet wissen. (Fußnote)






Aus:
Barbara G. Walker, Die geheimen Symbole der Frauen. Lexikon der weiblichen Spiritualität






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